Während der Lockdowns in Pandemiezeiten hätten viele autonom Sport machen wollen und sich ein Rennrad zugelegt, erzählte der Eisenstädter Fahrradhändler Karl Zügn. Danach habe sich dieser Boom wieder abgeschwächt und jetzt stabilisiere sich das Ganze.
Immer mehr Frauen kaufen sich Rennrad
Wer bei Rennrad nur an sportliche junge Männer denkt, liegt falsch. Es gebe einen deutlichen Zuwachs an Rennradfahrerinnen, so Zügn: „Gott sei Dank kommen jetzt auch viele Frauen dazu.“ Auch viele Ältere hätten den Mut, nicht ein Elektro-Rad, sondern ein Rennrad zu kaufen.
Die mitunter hohen Geschwindigkeiten am Rennrad machen eine besondere Pflege des Sportgeräts ratsam. Es wäre nicht schlecht, einmal pro Jahr ein Service zu machen, empfahl der Radhändler. Aber auch die Eigendiagnose sei sehr wichtig. Man müsse einfach darauf achten, zu hören und zu spüren, ob alles am Fahrrad in Ordnung sei. Bei seltsamen Geräuschen oder ungewöhnlichem Fahrverhalten sollte man eine Werkstatt aufsuchen.
Rennrad-Boom
ORF-Burgenland-Redakteur Lukas Raithofer unterwegs mit Lukas Kainz vom Pannonia Cycling Club.
Vom Einzelkampf zur Gruppenaktivität
Nach der Pandemie ist Rennradfahren immer mehr auch zu einem sozialen Freizeitsport geworden. Das beweist auch die wachsende Zahl an neu gegründeten Fahrradclubs. Ende des vergangenen Jahres wurde zum Beispiel der Pannonia Cycling Club in Gols gegründet, der mittlerweile knapp 120 Mitglieder hat. So etwas habe in der Region gefehlt und diese Lücke habe man schließen wollen, erzählte Mitgründer Lukas Kainz: „Wir haben vom Profi-Triathleten bis zum Straßenschuh-Gravelbiker eigentlich alles dabei und genau so soll’s auch sein. Wir sind ein Verein für alle.“