Ziel der Oberwarter als klarer Außenseiter war es, vor 2.400 Zuseherinnen und Zusehern lange die Null zu halten. Allerdings führte Österreichs einstiger Ligakrösus bereits nach elf Minuten mit 2:0 durch die Treffer von Edmund Baidoo und Yorbe Vertessen. Zuvor vergaben die Hausherren die Chance auf die Führung.

Nach Ehrentreffer keimt kurz Hoffnung auf

Das 0:3 der Salzburger durch Gaoussou Diakite in Minute 33 ließ die größten Optimisten verstummen. Doch nur zwei Minuten später sorgte Michael Hutter mit einer sehenswerten Aktion für das 1:3 und großen Jubel beim Regionalligisten. Für den Torschützen war es ein „Riesenerlebnis“, gegen Salzburg zu spielen und zu treffen.

Nach der Pause ließen die Bullen aber keine Zweifel aufkommen, legten früh nach und setzten sich am Ende durch einen Doppelpack von Damir Redzic und Treffer von Nikolas Veratschnig sowie Sota Kitano mit 7:1 durch. „Die Intensität von Salzburg war brutal. Vor allem in den letzten Minuten konnten wir das Tempo nicht mehr mitgehen“, so Hutter.

Lob vom Bullen-Coach

Anerkennung für einen „mutigen Auftritt“ gab es dennoch vom gegnerischen Chef-Coach Danny Röhl: „Man hat gesehen, dass Oberwart Fußball spielen will, und sie hatten ihre Momente“, so der Deutsche. SVO-Trainer Gernot Plassnegger zeigte sich mit gewissen Phasen des Spiels zufrieden, sprach aber von zu vielen Fehlern bei den Gegentoren. „Das 1:7 tut schon weh. Aber es ist ein Lernprozess. Und man muss schon wissen, wer der Gegner war“, so der Oberwart-Coach.

Parndorf weiter – Mattersburg ausgeschieden

Als einziger Vertreter aus dem Burgenland erreichte am Samstag der SC/ESV Parndorf 1919 die zweite Runde im ÖFB-Cup. Ein Treffer in der Anfangsphase und zwei Tore in den letzten 20 Minuten sorgten für einen 3:1-Auswärtssieg gegen die Wiener Viktoria im Duell der beiden Regionalliga-Klubs.

Nach acht Jahren Pause kehrte der ÖFB-Cup ins Pappelstadion zurück. Der MSV 2020, der als „neuer“ Mattersburger Klub die Cup-Premiere feierte, musste sich vor 1.200 Zusehern dem Traditionsklub Vienna mit 1:2 geschlagen geben. Nach einem Doppelschlag des Zweitligisten in der Schlussphase der ersten Halbzeit kam Mattersburgs Anschlusstreffer durch Neuzugang Christoph Halper zu spät.

MSV-Coach Alois Höller zeigte sich von der Moral seiner Truppe beeindruckt. „Der Doppelschlag kurz vor der Pause war schwer zu verdauen. Am Ende hatten wir allerdings noch zwei große Chancen auf den Ausgleich“, so Höller, der nach dem Landesliga-Aufstieg und kurz vor Saisonstart in der Regionalliga Ost „guter Dinge“ ist.

Kühbauer mit LASK souverän

Erfolgscoach Didi Kühbauer startete mit Double-Sieger LASK Linz mit einem Kantersieg die Mission Titelverteidigung. Der amtierende Cup-Sieger und Meister gab sich beim steirischen Regionalligisten SC Kalsdorf keine Blöße und setzte sich nach Startschwierigkeiten noch mit 7:0 durch. Mann des Spiels war mit vier Toren Christoph Lang.