Über die 1.500 Meter der Frauen setzte sich mit Caroline Bredlinger vom Laufteam Burgenland Eisenstadt die klare Favoritin durch. Mit einer Zeit von 4:23,62 lief sie zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Dieser hätte aber „keinen Spaß gemacht“, so Bredlinger, die den Wind ansprach. Läuft alles nach Plan, schnappt sich die 25-Jährige das Gold-Double. Über die 800 Meter am Sonntag wird auch Bredlingers 15-jährige Vereinskollegin Magda Karall am Start sein.
Karall holte erst vor wenigen Tagen Silber bei der U18-Europameisterschaft und ist nun laut Bestzeit die schärfste Verfolgerin der mehrfachen 800-Meter-Staatsmeisterin Caroline Bredlinger – mehr dazu in Silber für Magda Karall bei U18-EM. Am Samstag landete Karall über die 400 Meter bei den Staatsmeisterschaften auf Rang sieben.
Angeschlagener Pallitsch gewinnt „Bummelrennen“
Ein Blick auf die Siegerzeit von 4:06,31 über die 1.500 Meter ließ vermuten, dass bei EM-Starter Raphael Pallitsch der Tank nicht voll war. „Ich habe mich am Vormittag nicht ganz fit gefühlt. Darum habe ich jetzt nur das Notwendigste gemacht“, so Pallitsch, der die 800 Meter am Sonntag auslassen wird, „um gesund zu bleiben und die EM nicht zu gefährden.“ Damit wird der Oggauer sein Double von 2025 nicht wiederholen.
Dramatisch verliefen die 400 Meter der Männer mit dem Burgenländer Markus Locsmandy. Der 19-Jährige vom Laufteam Burgenland Eisenstadt wurde zwar auf den letzten Metern noch vom Kärntner Jakub Zembaty abgefangen, holte aber Bronze. Zum Premierensieger über die 400 Meter krönte sich der Oberösterreicher Samuel Lengauer.
Nach ÖLV-Rekord folgt nationales Gold
Einen klaren Favoritensieg feierte Hürdenspezialist Niklas Strohmayer-Dangl. Der Neufelder hatte erst vor wenigen Tagen den österreichischen Uralt-Rekord über die 400 Meter Hürden gebrochen – mehr dazu in Strohmayer-Dangl mit Österreich-Rekord. Bei böigem Wind präsentierte sich Strohmayer-Dangl erneut in guter Form und holte mit einer Zeit von 50,00 seinen zweiten Freiluft-Staatsmeistertitel, knapp eine Sekunde vor dem Linzer Leo Köhldorfer.
„Es war nicht einfach, den Rhythmus zu halten, drüben hatten wir Rückenwind, auf der Zielgeraden starken Gegenwind. Mit dem Titel bin ich sehr zufrieden", so der 24-Jährige, der jetzt wieder zur Trainingsgruppe in den Niederlanden stoßen wird, um sich den letzten EM-Feinschliff zu holen. Die Europameisterschaften beginnen am 10. August in Birmingham.