Fast 50 Jahre lang musste Leithaprodersdorf auf ein Comeback im nationalen Pokal warten. 1977 war man zuletzt mit 1:2 gegen Wr. Neustadt ausgeschieden. Dass man jetzt gegen die Admira für eine historische Cup-Rückkehr gesorgt hat, mache ganz Leithaprodersdorf stolz, so Coach Mario Santner: „Sicher auch die alte Generation. Davon wird man noch in 20 Jahren reden.“

Halbzeit eins als Grundstein

„Gratulation an Leithaprodersdorf, der Sieg geht aufgrund der ersten Halbzeit in Ordnung“, zeigte sich Admira-Coach Harald Suchard nach dem Spiel als fairer Verlierer. Er habe in den ersten 45 Minuten bei seinem Team alles vermisst, was es im Fußball braucht, so Suchard. Nach zwei Chancen der Gäste zu Beginn, die Leitha-Keeper Fabian Haberl klärte, war kein Klassenunterschied zu sehen.

Und der Landesligist aus dem Burgenland belohnte sich: Levi Markhardt brachte Leithaprodersdorf in der 20. Minute in Führung, überraschte den Gäste-Tormann mit einem Schuss ins kurze Eck. Nur 13 Minuten später nahm die Sensation so richtig Fahrt auf, als Tobias Beran das 2:0 nachlegte.

„Leitha“ verteidigte mit Herz und Seele

Nach dem Seitenwechsel blieben Torchancen lange Mangelware. In Minute 58 gelang der Admira allerdings das 2:1 durch Sandro Steiner. „Ein unglücklicher Gegentreffer, danach haben wir aber alles so gut wie möglich wegverteidigt“, lobte Santner die Moral seiner Truppe. Die beste Ausgleichschance vergab die Admira kurz nach dem Anschlusstreffer. Die verunsicherten Südstädter bissen sich letztendlich am Abwehrbollwerk des Landesligisten die Zähne aus.

„Wir haben gewusst, dass die Admira im Umbruch ist und an unsere Chance geglaubt“, so Leithaprodersdorf-Trainer Santner, der von einem „nicht unverdienten 2:1-Sieg“ spricht. Vor der Auslosung am Donnerstag wünsche man sich einen Regional- oder Zweitligisten für die nächste ÖFB-Cup-Runde. „Die großen Namen nehmen wir dann in Runde drei“, schmunzelte Santner.