Sigibert Waha hatte gerade seine kleine Tochter in den Kindergarten gebracht, als er über die Lebensretter-App zu einem Herz-Kreislaufstillstand in der Nähe gerufen wurde. Der freiwillige Feuerwehrmann zögerte keine Sekunde und begann am Einsatzort sofort mit den lebensrettenden Maßnahmen. Der Patient wurde dann von der Rettung ins Spital gebracht.
Für Sigibert Waha war es inzwischen der dritte Lebensretter-Einsatz über die App – er ist seit der Einführung Anfang 2024 dabei. Ausschlaggebend sei ein Todesfall in seinem Umfeld gewesen, erzählt er ORF-Burgenland-Redakteur Mario Kanitsch. Rund 1.070 Burgenländerinnen und Burgenländer sind bereits angemeldet.
Ersthelfer oft entscheidend
Ersthelfer seien bei einem Herz-Kreislaufstillstand oft entscheidend, erklärt Landesrettungskommandant Christoph Frimmel. „Die Rettung braucht ein paar Minuten, bis sie am Einsatzort sein kann. Die Lebensretter-App kann diese Lücke schließen.“ Jeder, der über 18 Jahre alt ist, kann sich bei der App mitmachen. Denn es gilt immer noch der Leitsatz: Das Einzige, das man bei einem Notfall falsch machen kann, ist gar nichts zu tun.