Laut der ungarischen Feuerwehr brach bei Fertörakos (Ungarn) in der Nähe zur Grenze am Nachmittag ein Brand aus, der sich offenbar rasch auf eine Fläche von zehn Hektar ausbreitete. Das Feuer habe auch ein Waldstück erreicht, hieß es aus Ungarn. In Österreich waren insgesamt elf Feuerwehren mit 120 Mitgliedern im Einsatz. Darunter etwa die Wehren aus Siegendorf, St. Margarethen, Klingenbach, Zagersdorf, Mörbisch, Rust oder St. Georgen. Wichtigstes Ziel war es, ein Übergreifen der Flammen auf österreichisches Gebiet zu verhindern.

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Hilferuf aus Ungarn kommt spät

Der Einsatz gestaltete sich zu Beginn aber kompliziert. „Die Schwierigkeit als erstes war einmal, dass wir als burgenländische Feuerwehren nicht nach Ungarn rüberfahren durften. Da waren Vertreter der Katastrophenschutzbehörde und der Berufsfeuerwehr Sopron vor Ort, die gesagt haben: Bis hierher und nicht weiter“, so Bezirksfeuerwehrkommandant Gerald Klemenschitz.

Die burgenländischen Wehren blieben daher zunächst auf österreichischer Seite und konnten das Feuer innerhalb von zwei Stunden löschen. Gegen 18.00 Uhr kam dann doch der Hilferuf aus Ungarn. „Erst danach ist dann ein höherer Offizier von der Katastrophenschutzbehörde gekommen, der hat dann gesagt, weil es mit dem Wasser auf der ungarischen Seite schon knapp war, dass wir dann drüben helfen können“, so Klemenschitz.

Die Zusammenarbeit funktionierte dann reibungslos. „Feuerwehrleute untereinander verstehen sich – das hat dann relativ gut funktioniert“, sagte Klemenschitz. Gegen 19.30 Uhr konnte auf österreichischer Seite „Brand aus“ gegeben werden.

Riesige Rauchsäule sichtbar

Die riesige Rauchsäule war am Mittwochnachmittag kilometerweit zu sehen. Nach Angaben der Pressestelle der ungarischen Feuerwehr waren auf ungarischer Seite neun Berufsfeuerwehren und drei Freiwillige Feuerwehren im Einsatz.