Am wohlsten fühlt sich der 15-jährige Rennfahrer auf der Rennstrecke. In Großhöflein trainiert Bauer regelmäßig. Besonders die Sprünge haben es ihm im Motocross angetan: „Wenn man springt und in der Luft, da hast du einfach voll das Frei-Gefühl und das hat man sonst im normalen Alltag nicht.“
Dass der junge Antauer wohl genug Gefühl am Gas- und Bremspedal hat, zeigte sich in der laufenden Saison. In der EMX, der Europameisterschaft in der Klasse 125, tourte Bauer durch ganz Europa. „Das ganze Reisen und auf der Strecke, da hat man halt schon einige Freunde und Bekannte, mit denen man sich versteht“, so Bauer.
Gleichzeitig seien die Touren durch Europa ermüdend: „Ich kann mir vorstellen, dass ich das nicht das ganze Leben lang mache, aber so lange ich spritzig und jung bin.“
Neue Türen öffnen sich durch Titel
Auf den Weltmeistertitel arbeitete Bauer gemeinsam mit seinem Trainer und seiner Familie jahrelang hin. „Dass wir das jetzt schaffen, ist halt einfach ein Wahnsinn“, so Bauer. Durch den Titel fuhr sich der Junioren-Weltmeister quasi in die Auslage. Mittlerweile ist der Antauer Werksfahrer für das Team KTM in der Königsklasse MXGP.
Porträt Ricardo Bauer
Der 15-Jährige sieht sich derzeit auf dem richtigen Weg: „Solange ich weiter brav trainiere, meine Übungen mache und mich nicht verletze.“ Nächstes Jahr plant Bauer noch, in der EMX250 unterwegs zu sein, der höchsten Nachwuchs-Rennserie.