Die Burgenland Energie entwickelt am Stadtrand von Güssing eine großflächige Agri-PV-Anlage, die mittlerweile zu einer vielseitigen Energiequelle für die Region geworden ist. Ein Teil der Anlage ist bereits in Betrieb, obwohl anfängliche Kritiken laut wurden.

Technische Details und Fortschritt

Die Agri-PV-Anlage in Güssing umfasst 120 Hektar, auf denen rund 80.000 bewegliche Photovoltaik-Paneele installiert sind. Diese Paneele folgen der Sonne mithilfe eines Zahnrades und steigern die Stromproduktion um zehn Prozent gegenüber herkömmlichen Systemen. "25 Megawatt sind bereits in Betrieb’, erklärt Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Burgenland Energie, „die restlichen 25 Megawatt werden bald auch Strom liefern.“ Die Anlage wird zusammen 50 Gigawatt Strom pro Jahr für die Region erzeugen. Im August soll zudem ein Batteriespeicher umgesetzt werden, um die Energieeffizienz weiter zu erhöhen.

Nachhaltige Nutzung und Umweltaspekte

Die Anlage ist als Agri-Anlage konzipiert, die sowohl Energieerzeugung als auch landwirtschaftliche Nutzung ermöglicht. Obwohl Schutzmaßnahmen wie ein Sicherheitssystem gegen Vandalismus installiert sind, bleibt die Anlage für Wildtiere zugänglich. Neben etwa 30 verschiedenen Pflanzenarten, die zwischen den Modulen wachsen, sind spezielle Flächen für den Anbau von Kräuter- und Grasarten vorgesehen.

Regionale Einbindung und Bürgerbeteiligung