Die Schleiereule zählt zu den Sorgenkindern in der Vogelwelt, es gibt nur mehr 30 bis 60 Brutpaare in Österreich. Deswegen steht sie unter wissenschaftlicher Beobachtung. In vielen Gebieten in Österreich ist sie schon sehr selten geworden. Im Burgenland sehe es besser aus, sagte Christina Nagl von Birdlife Österreich.
Bedeutender Brutbestand im Burgenland
„Die gute Nachricht ist, dass mit rund 15 Brutpaaren im Burgenland doch ein bedeutender Brutbestand vorherrscht – ganz besonders im Bezirk Neusiedl am See. Und da ist das Gebiet rund um den Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel hervorzuheben“, so Nagl.
Im Burgenland findet die Schleiereule noch genug Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten. Dennoch kann man sie unterstützen und etwa Kirchtürme wieder für sie öffnen oder andere Nistplätze schaffen. „Nistkästen werden von den Schleiereulen sehr gut angenommen, und das zeigt sich auch im Burgenland, dass die Bestände durch solche Projekte wieder zunehmen“, sagte Nagl.
Beobachtungen melden
Zudem könne man beim Nahrungsangebot nachhelfen. „Also Weidetiere, die draußen grasen dürfen. Mäuse können leichter erreichbar werden. Das sind sehr gute Jagdflächen“, so Nagl. Auch der Naturschutzbund kümmert sich um die Schleiereule. Beobachtungen soll man gerne – samt Foto – melden. Diese Daten helfen, die bedrohte Schleiereule zu schützen.