„Wenn viele Zuschauer da sind und du die Rufe hörst, dann ist das magisch, würde ich sagen“, schwärmt Alina Kerschbaumer vom Fußballspielen. Begonnen hat ihre Erfolgsgeschichte in ihrer Heimatgemeinde Oberschützen (Bezirk Oberwart).
Einziges Mädchen im Verein
„Ich war das einzige Mädchen im Verein, aber ich habe mich mit allen gut verstanden. Auch bei uns in der Familie war es nie eine große Ausnahme, dass ich Fußball spiele. Das haben eigentlich alle sehr cool gefunden“, erzählt Kerschbaumer.
„Ich habe mir gedacht, wenn sie Spaß und Freude an der Bewegung hat, dann soll sie das machen. Aber Alinas Papa war eigentlich immer schon sehr von ihren Qualitäten überzeugt und hat gesehen, dass sie sehr viel Potenzial in sich trägt. Er hat mich immer wieder darauf vorbereitet, dass sie einmal einen großen Schritt machen wird“, erinnert sich Alinas Mutter, Uschi Kerschbaumer.
Erfolgreiche U19-Europameisterschaft
Ihr Vater sollte recht behalten: Kerschbaumer wurde ins U19-Nationalteam einberufen. Erst vor kurzem endete die erfolgreiche Reise bei der Europameisterschaft im Semifinale: „Ich bin sehr stolz im Nachhinein, dass wir da ins Halbfinale gekommen sind, gegen so viele gute Nationen. Trotzdem ist es sehr bitter, dass wir im Halbfinale gegen Deutschland in der Verlängerung ausgeschieden sind.“
Sprung in die deutsche Bundesliga
Auf Vereinsebene wartet nun der wohl größte Schritt ihrer bisherigen Karriere – der Wechsel von der Vienna in die erste deutsche Bundesliga zum 1. FC Köln: „Ich freue mich sehr, aber natürlich ist es ein großes Abenteuer. Es ist ein sehr großer Verein, aber sehr traditionell und familiär. Am Anfang ist es, glaube ich, wichtig, dass man Anschluss findet.“
Es gebe sehr große Unterschiede bei der österreichischen und der deutschen Bundesliga. „Da möchte ich mich einfach so schnell wie möglich an das Niveau der anderen anpassen, dann gute Leistungen bringen und hoffentlich viel Spielzeit bekommen.“
Weitere Fußballträume
Es sei schön, dass sie diesen Traum nun auch leben dürfe und diesen großen Schritt wagen könne, so Uschi Kerschbaumer. „Wir werden sie da immer unterstützen.“ Gut möglich, dass die deutsche Bundesliga nicht die letzte Station ist. „Ich würde gerne ins A-Nationalteam kommen und von den Vereinen her würde ich gerne in die Premier League zu Chelsea oder Arsenal, Barcelona wäre natürlich auch cool.“