Das Institut für Strategieanalysen von Peter Filzmaier führte die Studie im Auftrag des Landes in Kooperation mit Triple M Matzka Markt und Meinungsforschung durch. Befragt wurden im Herbst 2025 rund 1.000 Burgenländer sowie 500 Österreicher für Vergleichswerte. Befragt wurden sowohl kranke als auch gesunde Menschen. 28 Prozent sind laut der Studie mit der Gesundheitsversorgung im Land sehr zufrieden, weitere 49 Prozent sind eher zufrieden. Gar nicht zufrieden sind vier Prozent.

Filzmaier: Zufriedenheit höher als im Rest Österreichs

„Die Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung im Burgenland ist sehr hoch und im Vergleich höher als im Rest Österreichs. Und diese positiven Meinungen sind umso stärker ausgeprägt, wenn jemand Leistungen wirklich in Anspruch genommen hat, was naturgemäß vor allem ältere Menschen tun, aber auch wenn der Informationsstand höher ist“, sagte Filzmaier.

Auch bei den Zukunftserwartungen hebe sich das Burgenland vom Rest Österreichs ab. Die Menschen blicken hierzulande optimistischer in die Zukunft, was die Gesundheitsversorgung anbelangt. Österreichweit rechnen 45 Prozent mit einer Verschlechterung, im Burgenland liegt dieser Wert bei 29 Prozent. Das Burgenland werde weiter in Qualität investieren, betonte Landeshauptmann Doskozil. Die Studie bestätige den burgenländischen Weg.

Die Gesundheitspolitik des Bundes gehe hingegen in eine „völlig falsche Richtung“. „Ich bin der Meinung, dass mit diesen letzten Präsentationen, die es auf Bundesebene gegeben hat, ein Weg eingeschlagen wird, der Richtung Zentralisierung geht, und ein Weg eingeschlagen wird, der Richtung Privatisierung geht. Und beides ist abzulehnen“, so Doskozil.

Große Zufriedenheit mit Spitälern

In der Gesundheitsstudie wurde auch die Einstellung der Bevölkerung zu den Spitälern abgefragt. Am wichtigsten sind den Menschen die Freundlichkeit des Pflegepersonals, moderne technische Ausstattung und laufende, verständliche Informationen durch die Ärzte. Untersucht wurde unter anderem auch, warum Menschen statt eines Hausarztes die Ambulanz aufsuchen. Ausschlaggebend hierfür seien vor allem die Wartezeiten und die Öffnungszeiten, erklärte Meinungsforscherin Christine Matzka.

Die Zufriedenheit mit einer stationären Behandlung war groß, acht von zehn Befragten beurteilten die Behandlung in einem burgenländischen Spital „sehr gut“ oder „eher gut“. Gesundheit Burgenland-CEO Florian Schlechtleitner ist seit knapp 100 Tagen im neuen Job und kündigte an, die Gesundheitsoffensive „konsequent weiterzuentwickeln“. Die Studienergebnisse seien sehr positiv, man werde sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen.