„Wiener Blut“ zählt zu den beliebtesten Operetten. Dabei wurde sie erst nach dem Tod von Johann Strauß aus bestehenden Kompositionen des Walzerkönigs zusammengefügt. „Wiener Blut“ auf Schloss Tabor ist ein mitreißendes Stück, gepaart mit charmantem Wiener Schmäh. Das Orchester Junge Philharmonie Brandenburg unter der Leitung von Peter Sommerer interpretiert die Melodien von Johann Strauß schwungvoll und stimmungsvoll.

Große Sing-, Spiel-, und Tanzfreude

Das gesamte Ensemble zeigt sich von großer Sing-, Spiel- und Tanzfreude. Große Freude hatte das Publikum mit Tenor Michael Heim als untreuem Grafen Zedlau, Christian Tschelebiew als Ypsheim-Gindelbach, Verena Barth Jurca als Pepi oder Horst Lamnek als Wiener Original. Besonders herausragend ist Sopranistin Friederike Meinke als Gräfin Zedlau.

Fotostrecke mit 14 Bildern

Im Original spielt „Wiener Blut“ zur Zeit des Wiener Kongresses. Regisseurin Rita Sereinig hat die Operette in die heutige Zeit verlegt. Schauplatz ist nicht Wien, sondern das Kreuzfahrtschiff „MS Wiener Blut“. Diese Idee goutierte das Publikum mit vielen Lachern und viel Applaus. „Ich glaube, der schönste Satz, den ich heute gehört habe, war von einer Dame aus Oberpullendorf, die gesagt hat: ’Ich war schon dreimal in La Cage, aber da kommen wir auch dreimal her. Was wollen wir mehr?“, meinte Generalintendant Alfons Haider.

„Wiener Blut“ auf Schloss Tabor

ORF Kulturredakteurin Silvia Freudensprung-Schöll über die Premiere auf Schloss Tabor

Nach der gelungenen Premiere wird „Wiener Blut“ auf Schloss Tabor noch zehn Mal gespielt und zwar bis 16. August.