Statistisch betrachtet, heißt das, dass Frauen 146 Tage pro Jahr keine Pension beziehen, heißt es vom Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB). Je später im Jahr dieser Equal-Pension-Day rückt, desto positiver ist das. Im Burgenland hat er sich seit dem Jahr 2019 um 15 Tage nach hinten verschoben. Dennoch bleibe die Pensionslücke weiterhin groß und mache deutlich, dass weitere Schritte notwendig sind, so der ÖGB.
Deutliche Lücke
Frauen erhalten im Burgenland durchschnittlich 1.586 Euro Pension, Männer 2.642 Euro. Damit wird die Lücke recht deutlich. Niedrige Einstiegsgehälter, Unterbrechungen durch Karenz, Teilzeit, schlecht bezahlte Branchen, in denen Frauen arbeiten – das sind nur einige Gründe für niedrigere Pensionen für Frauen, kritisiert die Landesvorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Tina Phillippovitsch.
Bundesländervergleich Equal Pension Day
Bundesland 2015 2026 Vorarlberg 3. Juli 14. Juli Oberösterreich 7. Juli 20. Juli Tirol 19. Juli 25. Juli Steiermark 21. Juli 2. August Salzburg 25. Juli 5. August Burgenland 15. Juli 7. August Niederösterreich 21. Juli 8. August Österreich (gesamt) 26. Juli 9. August Kärnten 2. August 11. August Wien 21. August 21. September
„Wer jahrelang Kinder betreut oder Angehörige gepflegt hat, darf dafür im Alter nicht mit einer niedrigeren Pension bestraft werden. Im Burgenland ist mit dem Gratiskindergarten, dem Ausbau der Kinderbetreuung und dem Anstellungsmodell für pflegende Angehörige bereits viel gelungen. Trotzdem braucht es weitere Schritte, damit Frauen die gleichen Chancen im Berufsleben haben und sich das auch in der Pension widerspiegelt“, so ÖGB-Landespensionistinnen- und Pensionistenvorsitzende Christine Hager.
Forderungen des ÖGB
Der ÖGB fordert unter anderem den österreichweiten, flächendeckenden Ausbau einer ganztägigen Kinderbetreuung und faire Einkommen in typischen Frauenbranchen, einen Rechtsanspruch auf Vollzeit statt Teilzeit.