Was Kitzbühel für den Skisport und Wimbledon für Tennis ist, ist Aachen für den Pferdesport: ein riesiges Stadion, 40.000 Fans, alle pferdesportbegeistert. In dieser Atmosphäre werden Babanitz und Gmoser an den Start gehen. „Ich denke, der Traum jedes Reiters ist, in Aachen zu reiten. Ich finde es super, dass ich da an den Start gehen kann“, freut sich Bianca Babanitz. Auch Gmoser fiebert der WM entgegen. „Ich bin sehr glücklich, weil das letzte Mal Weltreiterspiele Aachen waren vor 20 Jahren und da habe ich nichts zum Reiten gehabt“.
Erste WM seit 16 Jahren für Gmoser
Dressur-Ass Gmoser geht mit seiner Stute Dante’s Daiquiri an den Start. Als Duo ist es ihr erster WM-Auftritt, für Routinier Gmoser die erste WM seit 16 Jahren. „Das ist der Vorteil des Alters. Natürlich ist man angespannt, aber deswegen macht man es ja, sonst könnt ihr daheim auch reiten“, so Gmoser. Seit acht Jahren hat er sein Pferd für Bewerbe wie diese WM aufgebaut. Routinier Gmoser vertraut seinem Pferd, dass es auf großer Bühne sein Bestes zeigt.
„Sie ist ein heißes Pferd, ein unheimlich ehrgeiziges Pferd. Und das musste man am Anfang mal so ein bisschen in den Griff bekommen, dass sie nicht so überschäumend alles herzeigen will, was sie kann, in der Prüfung. Und jetzt fängt es an zu funktionieren“, so Gmoser.
Babanitz will ins Finale
Erst seit einem knappen Jahr reitet Bianca Babanitz auf „I will be Famous“. Beim 13-jährigen Hengst ist der Name Programm. „Er geht ins Stadion und ich denke, er fühlt sich wohl. Er wird größer, wenn er die Leute sieht und er wird größer, wenn er Publikum hat und angefeuert wird“, erzählt Babanitz. Babanitz und ihr Sportpartner haben heuer schon einige starke Leistungen abgeliefert. Etwa beim Nationenpreis in St. Gallen. Für die WM formuliert die Purbacherin ihre Ziele so: „Ich bin froh, wenn ich ins Finale komme, aber wir versuchen Runde für Runde gut zu sein und so ins Finale zu kommen“.
Babanitz und Gmoser vertreten Österreich beim größten Pferdesport-Turnier der Welt. Ein Karriere-Höhepunkt und trotzdem auch ein Zwischenritt zu Olympia in zwei Jahren