Die Genossenschaft feiert heuer 80-jähriges Bestehen. Wobei es 2019 zur Fusion von „LGV Gärtnergemüse“ und „Seewinkler Sonnengemüse“ kam, deren Wurzeln im Burgenland sogar bis 1930 zurückreichen – mehr dazu in LGV und Sonnengemüse fusionieren.
40.000 Tonnen Frischgemüse
Mehr als 130 Gärtner- und Bauernfamilien aus dem Burgenland, Wien, Niederösterreich, und der Steiermark tragen mit einem jährlichen Produktionsvolumen von 40.000 Tonnen wesentlich zur Versorgung Österreichs mit frischem Gemüse bei. Gemeinsam werden über 60 Sorten Frischgemüse und Gartenkräuter unter den Marken „LGV Gärtnergemüse“ und „Seewinkler Sonnengemüse“ kultiviert.
Hitze sorgt für Extrembedingungen bei Ernte
Am burgenländischen Standort der Genossenschaft, in Wallern, wird das Gemüse sortiert, verpackt und landet von dort aus in den heimischen Supermarkt-Regalen. Derzeit werden vor allem Paprika geerntet. Die Hitzewelle sorgt für Extrembedingungen bei der Ernte.
Gewächshaus mit 80 Prozent Luftfeuchtigkeit
Im Gewächshaus habe es 31 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent, sagt Lisa Thell, Gemüsebäuerin aus Pamhagen. „Wir probieren früh zu starten und auch früh aufzuhören, weil es für die Leute einfach eine Zumutung ist.“
„So wasserschonend wie möglich“
Auch Michael Unger baut in Pamhagen verschiedene Paprika-Sorten an. Acht bis neun Millionen Stück erntet er pro Jahr. Dafür braucht es vor allem eines: reichlich Feuchtigkeit. Wenn der Regen für längere Zeit ausbleibt, muss trotzdem für genug Wasser gesorgt werden. „Wir versuchen, so wasserschonend wie möglich zu arbeiten“, betont Unger, „alles, was überschussbewässert wird, wird wieder aufgefangen.“
Paprika-Ernte im Seewinkel
Auch das Regenwasser werde in einem eigenen Wasserreservoir gesammelt und zur Bewässerung verwendet. „Also da sind wir eigentlich ganz gut aufgestellt. Wir können da beruhigt in die Zukunft schauen“, meint Unger.