Ein riesiges Rechenzentrum des Online-Giganten Google sorgte zuletzt in einer kleinen oberösterreichischen Gemeinde für Aufsehen. Pläne in dieser Größenordnung gibt es nun offenbar auch im Nordburgenland – mehr dazu in Spekulationen um Google-Rechenzentrum und Offenbar Rechenzentrum in Nickelsdorf geplant.

Die ÖVP nutzte am Freitag ein von der aktuell herrschenden Dürre gezeichnetes Maisfeld als Kulisse für ihre Pressekonferenz zu den Plänen für das Rechenzentrum. Der Grund gehört der Wirtschaftsagentur Burgenland und genau hier könnte Medienberichten zufolge das riesige Rechenzentrum gebaut werden. Konkrete Pläne wurden bisher noch nicht öffentlich – genau das kritisierte ÖVP-Landesparteiobmann Christoph Zarits.

Fragenkatalog an die Landesregierung

Es gebe viele offene Fragen, so Zarits. „Was passiert hier? Wie viel Fläche wird hier verbaut? Was bedeutet das für die Energie? Was bedeutet das für das Wasser? Und ich appelliere an die burgenländische Landesregierung, allen voran an Landeshauptmann Doskozil, dass er endlich die Bevölkerung informieren soll, was hier geplant ist“. Auch Landtagsabgeordneter Markus Ulram kündigte einen umfassenden Fragenkatalog an die Landesregierung an. Landtagsabgeordneter Gerald Handig stellte zudem den Nutzen eines solchen Projekts für die Region in Frage.

Doskozil: Wasserverbrauch entscheidend

Der von der ÖVP angesprochene Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) nahm dazu bereits am Donnerstag im Rahmen eines ORF-Sommerinterviews Stellung – mehr dazu in „Jämmerlich“: Scharfe Doskozil-Kritik an Bundes-SPÖ und Babler. Konkret meinte der Landeshauptmann zu dem Projekt in Nickelsdorf: „Wir sind noch lange nicht so weit, dass wir beurteilen können, wie viel Wasser dort benötigt wird. Es gibt Ideen diesbezüglich, es gibt Gespräche diesbezüglich, es gibt auch Ideen hier, wirklich eine grüne Anlage zu errichten, also mit erneuerbarer Energie etc.“.

Doskozil stellte auch klar, dass es das Rechenzentrum nicht ohne Wenn und Aber geben werde. „Das ist auch ganz klar, wenn es Entwicklungen gibt, insbesondere was das Wasser betrifft, in Dimensionen, wie ich jetzt in Oberösterreich gehört habe, dann wird es eine derartige Anlage im Burgenland nicht geben. Das kann ich hier auch ganz klar sagen“, so Doskozil.

Zapfl: Unklar was entstehen soll

Wenig Klares zu dem Projekt im direkten Umfeld seiner Gemeinde weiß Nickelsdorfs Bürgermeister Gerhard Zapfl. Ihm sei weiterhin unklar, welche Art von Projekt in Nickelsdorf entstehen soll, so Zapfl am Freitag gegenüber dem ORF Burgenland.