Franz Grötschl führt mit seiner Frau Marita in Lackendorf (Bezirk Oberpullendorf) einen Ackerbau- und Milchviehbetrieb. Das Futter für die Kühe produziert er auf seinen Feldern. Aufgrund der Trockenheit war der Ertrag dieses Jahr miserabel: „Wir müssen quasi das Dreifache heuer ernten. Und das ist noch zu wenig eigentlich“, so der Landwirt.

Wegen des Futtermangels wurden bereits die ersten Kühe verkauft: „Wir haben schon einen Lkw voll hergegeben“, so Grötschl, „und das werden wir wahrscheinlich noch einmal machen müssen, damit wir nur irgendwie über die Runden kommen mit der Futtermenge.“ Weil immer mehr Bauern wegen des Futtermangels ihre Tiere verkaufen müssen, bringt das nun auch einen Preisverfall beim Schlachtfleisch mit sich.

Grötschl: Preis für Schlachtfleisch wird weiter fallen

Der Preis sei schon gefallen und werde das in den nächsten Monaten weiter tun, befürchtet Grötschl: „Weil es einfach so viel Angebot geben wird, weil alle verkaufen werden müssen.“ Die meisten werden ihre Tiere um Weihnachten bzw. Neujahr verkaufen müssen, meint Grötschl: „Ich habe gesagt: Ich reagiere lieber früher und schaue, dass ich über das Jahr drüberkomme.“

Auch der Milchpreis ist derzeit niedrig

Weniger hochwertiges Futter bedeute auch eine geringere Milchleistung der Kühe und der Preis für die Milch sei momentan auch schlecht, so Grötschl: „Es ist angeblich zu viel da. Ich weiß nicht, wie lange es das noch spielen wird.“