Kaum zu glauben, aber Österreichs schnellste 800-Meter-Läuferin Caroline Bredlinger ist erstmals bei einer Freiluft-EM am Start. Ihr Ziel bei der Premiere auf der Insel ist das Semifinale. „Das wäre das große Ziel für mich und das wäre auch die Hoffnung, weil ich ja jetzt doch öfter mal wo dabei war und immer ganz knapp gescheitert bin“, so Bredlinger. Ihr Bewerb steht ohnehin im Fokus: Denn die Schweizerin Werro und die britische Olympiasiegerin Hodgkinson jagen in Birmingham den 800-Meter-Uralt-Weltrekord.

„Halte gar nichts für unmöglich“

Für Niklas Strohmayer-Dangl ist ein Semifinale doch das „Mindestziel“. Der Neufelder ist über die 400-Meter-Hürden 16ter der EM-Setzliste. Auch ein Finale scheint im Bereich des Machbaren zu sein. „Es wird auf jeden Fall einen neuen österreichischen Rekord brauchen und auf jeden Fall auch unter 49 Sekunden. Aber vielleicht mit dem Quäntchen Glück halte ich gar nichts für unmöglich“, sagt Strohmayer-Dangl.

Abseits der Platzierung träumt er von einem Lauf mit dem Weltbesten seiner Zunft: Ein Lauf mit dem norwegischen Olympiasieger und Weltmeister Karsten Warholm. „Das wäre aber auch ein bisschen ein kleiner Traum, der in Erfüllung geht, einfach mit dem aktuellen Weltrekordhalter gemeinsam auf einer Bühne performen zu dürfen“, so Strohmayer-Dangl.

„Spitz auf Knopf“

Den Traum vom EM-Finale hat sich Raphael Pallitsch schon 2024 in Rom erfüllt. Sein sechster Platz über die 1.500 bleibt in Erinnerung. Und trotzdem muss ab Montag in Birmingham wieder viel zusammenlaufen, um erneut im Finale zu stehen.

„Durch die hohe Dichte im 1.500-Meter-Lauf, glaube ich, ist schon die Qualifikation für das Finale eine Entscheidung, die spitz auf Knopf steht. Und was im Finale passiert, das ist dann wieder ein bisschen in der Hand von allen anderen auch, weil es ja ein taktischer Bewerb ist“, so Pallitsch.