Die Ratschen hat nach der Insolvenz des Investors Hans Kilger und seiner Domaine Kilger mit der Lindner Group eine neue Besitzerin. Das 60 Jahre alte Familienunternehmen ersteigerte Restaurant samt der sogenannten Wohnothek nach einem turbulenten Bieterverfahren im zweiten Anlauf – mehr dazu in Lindner Group erwirbt Ratschen.

„Aus der Ratschen das machen, was sie früher mal war“

„Wir betreiben mehrere Hotels vom kleinen Bed & Breakfast bis hin zu Fünf-Sterne-Häusern“, erklärt die Vorständin Veronika Lindner im ORF-Interview, „wir haben auch einige Restaurants. Und insofern trauen wir uns auf jeden Fall zu, aus der Ratschen wieder das zu machen, was die Ratschen mal früher war.“

Der Gastrobetrieb soll aber kein Haubenlokal, sondern ein „gutes, solides Restaurant“ werden, wie es Lindner formuliert: „Wo eben die Bürger aus der Gegend und die Wohnothekgäste dann gerne einkehren können.“ Das ehrgeizige Ziel ist, heuer noch zu öffnen.

Weinkeller bei der Ratschen geplant

Die Lindner Group besitzt auch das Weingut Großer Wein in Burg. Zusätzlich gehört ihr ein Grundstück am Fuße des Eisenbergs, wo noch vor einem Jahr Pläne für eine Weinkellerei präsentiert wurden. „Ohne großer Wein hätten wir uns jetzt auch nicht für die Ratschen interessiert.“

Man sei schon seit Längerem auf der Suche nach einem „schönen Ort, wo wir ein neues Weingut bauen können, weil die bestehende Weinkellerei von Großer Wein einfach auch klein und in die Jahre gekommen ist“, so Lindner. „Vorbehaltlich der Genehmigungen, dass wir da oben dann auch einen Weinkeller dazu bauen dürfen, werden wir mittelfristig für Großer Wein den neuen Weinkeller eben jetzt oben bei der Ratschen bauen.“

Ratschen-Gründer ist hoffnungsvoll

Beppo Wiesler, der Gründer der Ratschen, freut sich, dass die Unternehmerfamilie Lindner die Ratschen gekauft hat: „Es ist eine Großfamilie über Generationen hinweg. Sie haben bereits Erfahrung in der Hotellerie und in der Gastronomie. Und das stimmt mich und auch viele hier in der Region sehr hoffnungsvoll.“ Auch Gastronomen aus der Region rund um den Eisenberg freuen sich. Sie glauben, je mehr Menschen wegen der Kulinarik und dem Wein ins Südburgenland kommen, desto besser sei das für alle.