Paradeiser stammen ursprünglich aus Südamerika. Als sie einst nach Europa kamen, wurden sie vorerst eher kritisch betrachtet. Heutzutage sind die Paradeiser aus der heimischen Küche nicht mehr wegzudenken.
Das größte Anbaugebiet Österreichs
In Österreich gibt es eine Tomatenproduktionsfläche von rund 190 Hektar. Rund ein Drittel davon befindet sich im Burgenland. Mit 61 Hektar ist das östlichste Bundesland ist das größte Paradeiseranbaugebiet Österreichs (gefolgt von Wien mit 33 Hektar, der Steiermark mit 38 Hektar und Niederösterreich mit 34 Hektar).
Pro Jahr liegt der Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich bei Paradeisern bei rund 30 Kilogramm. Das ist doppelt so viel wie vor 20 Jahren, betont Nikolaus Berlakovich, Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland.
Die beliebtesten Paradeisersorten
Von den weltweit rund 2.500 wichtigen Paradeisersorten werden ca. 25 für die agrarische Hauptproduktion verwendet. Schätzungen zufolge gibt es weltweit bis zu 23.000 verschiedene, großteils Hobby- und Liebhabersorten.
Die beliebtesten Paradeisersorten der Österreicher sind die Kremser Perle (eine Buschtomate), verschiedene Cocktailtomaten wie Picolino und Donna, sowie Fleischtomaten, wie die Ochsenherztomate. Auch alte Sorten wie Grüne Zebra und Black Plum erfreuen sich großer Beliebtheit.
Appell zum regionalen Einkauf
Lukas Sattler, Geschäftsführer der Gartenbau Sattler GmbH in Tadten, betont: „Mit Zeit, Sorgfalt und den richtigen Bedingungen entstehen aromatische Früchte, bei denen man den Unterschied schmeckt.“
Auch Gastronom Andreas Glück vom Weingut zur Dankbarkeit in Podersdorf am See setzt bei Paradeisern bewusst auf Regionalität: „Gerade beim Paradeiser schmeckt man den Unterschied.“ Auch Kammerpräsident Berlakovich appelliert, beim Einkauf immer auf die Herkunft zu schauen und regionale Lebensmittel zu kaufen.