Zum dritten Mal in Folge zog die amtierende Europameisterin Fuhrmann in ein WM-Finale ein, dieses ging erneut knapp verloren. Schon im Vorjahr verpasste die 24-jährige Burgenländerin im Goldfinale ihren ersten Weltmeistertitel um einen Punkt, eine 11:12-Niederlage im Finale gegen die Deutsche Franziska Freudenberger – mehr dazu in „I’m back“: Lisa Fuhrmann holt WM-Silber.
Wieder fehlt ein Punkt
Heuer erlebte Fuhrmann ein kleines Deja-vu: Am Ende stand im Goldfinale gegen die Weltranglistendritte aus der Schweiz, Villiger, ein 10:11 auf dem Schirm. Wieder verpasste sie ihren Premieren-WM-Titel um einen Punkt. „Die Silberne im Vorjahr war schon etwas mehr wert, so kurz nach meiner Verletzung damals“, musste Fuhrmann zugeben, die in Abu Dhabi endlich WM-Gold holen wollte.
Fuhrmann zeigte im Finale Moral, lag bereits sieben Punkte zurück und kämpfte sich bis auf einen Punkt heran. „Leider hat es wieder nicht ganz gereicht, meine Gegnerin hat sich gut auf mich eingestellt. Ich war taktisch nicht ganz auf der Höhe“, so Fuhrmann. Auf ihrem Weg ins Finale besiegte die Polizeisportlerin zunächst die Panamerikanische Meisterin Daniela Sanches Galvis aus Kolumbien und im Halbfinale die unter neutraler Flagge startende Russin Alisa Charlamowa.
Die vierte WM-Medaille in Folge
Fuhrmann muss zwar weiterhin auf ihr erstes WM-Gold warten, holte aber die nächste Medaille für die Familiensammlung. Für sie persönlich ist es die vierte WM-Medaille in Folge. 2023 holte Fuhrmann Bronze, danach nun dreimal Silber.
„Natürlich ist es eine coole Leistung, und ich freue mich über Silber“, so Fuhrmann. Heuer sei sie aber angereist, um Gold zu holen, und dementsprechend sei sie kurz nach dem verlorenen Finale auch enttäuscht gewesen. WM-Silber heuer fühle sich „bitterweet“ an, so Fuhrmann.