Laut Landwirtschaftskammer gibt es inzwischen sieben Wassermelonen-Produzenten im Burgenland. Einer davon ist Martin Pölzer. Melonen brauchen Sonne und Wärme, so der Bio-Landwirt aus St. Andrä am Zicksee: „Wir haben die meisten Sonnenstunden Österreichs und die höchsten Temperaturen.“ Wenn man den Anbau-Termin nicht zu früh wählt, dann wachsen Melonen eigentlich problemlos, so Pölzer.

Mit blauem Auge durch die extreme Hitze

Die extremen Temperaturen der vergangenen Tage waren allerdings auch für die Wassermelonen kritisch. Wird es zu heiß, können Melonen nämlich einen Sonnenbrand bekommen und sind anfälliger für Fäulnis. „Aber wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, so Pölzer.

Gezielte Bewässerung wichtig

Weiters braucht es natürlich auch eine gezielte Bewässerung, immerhin bestehen Wassermelonen bis zu 95 Prozent aus Wasser. „Wichtig ist, dass sie gut runterwurzeln können“, so Pölzer, der auf ein System bestehend aus Mulchfolie und unterirdischem Tropfschlauch setzt. „Das ist zusätzlich noch verdunstungsschonend“, erklärt der Landwirt.

Dumpfer Klang und Farbe zeigen den Reifegrad

Um bei der Ernte den perfekten Reifegrad zu erwischen, setzt der Landwirt auf das altbewährte Klopfen: „Wenn es dumpf klingt, ist sie sicher reif.“ Werden Wassermelonen auf der Unterseite gelblich, ist das ebenfalls ein Zeichen für deren Reife, erklärt Pölzer.

Auch Zucker- und Honigmelonen im Seewinkel

Ab Hof kostet ein Kilogramm Wassermelone derzeit zwischen 2 und 2,50 Euro. Neben Wassermelonen werden mittlerweile auch Zucker- und Honigmelonen im Seewinkel angebaut. Die Landwirtschaftskammer sieht noch viel Potenzial.