Seit April geht es mit dem Wasserstand im Neusiedler See bergab. Mit 115,07 Meter über Adria (müA) lag der Wasserstand am Sonntag 36 Zentimeter unter dem langjährigen Mittel (seit Messbeginn 1965). Im Negativ-Rekordjahr 2022 betrug der Pegel um dieselbe Zeit 114,97 müA. Der historische Tiefstwert wurde im Herbst 2022 mit 114,87 müA gemessen.
Positive Ausgangslage
Der Neusiedler See zehrt vor allem vom Niederschlag im Winter. „Wir haben ja eine positive Ausgangslage gehabt am Anfang der Saison mit einem sehr hohen Wasserstand. Dadurch ist es halt jetzt nicht sehr prekär bei uns“, erklärt die Mörbischer Bürgermeisterin Bettina Zentgraf (SPÖ).
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Fähren und Segelschulen in Betrieb
Die Situation für die Fische sei derzeit noch nicht kritisch, hieß es auf Nachfrage. Trotz Niedrigwasser können am Neusiedler See auch Fähren weiterhin verkehren. In den Segelschulen ist der Betrieb ebenfalls aufrecht.
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„Den Gegebenheiten anpassen“
„Natürlich merkt man, dass der See weniger Wasser hat. Wir merken es, dass man teilweise mit Booten irgendwo ein bisschen streift, dass wir das Schwert nicht ganz nach unten geben können. Aber, wie beim Segeln immer: Wir müssen uns den Gegebenheiten anpassen“, so Robert Capsky, Betreiber einer Segelschule in Neusiedl am See. „Wir werden langfristig sehen, wo wir hinkommen. Wir hoffen halt, dass wir einen schneereichen und regenreichen Winter bekommen.“