20.577 Operationen wurden in den Spitälern durchgeführt und 948 Geburten verzeichnet. Die Umsatzerlöse stiegen von 309,4 auf 337,9 Millionen Euro, hielt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) fest. Aus dem Landesbudget zahle man jährlich 200 Millionen Euro für den Betrieb der Kliniken.

CEO Schlechtleitner: Pflegestellen vollständig besetzt

Doskozil sieht in dem Geschäftsbericht eine Bestätigung für seine Gesundheitspolitik. „Die Menschen werden älter, der medizinische Bedarf steigt und unsere Kliniken werden immer stärker in Anspruch genommen“, betonte er. Gesundheit Burgenland-CEO Florian Schlechtleitner freute sich, dass die Pflegestellen vollständig besetzt seien. Das sei „angesichts des österreichweiten Fachkräftemangels alles andere als selbstverständlich“, meinte er.

Insgesamt stehen in den vier Spitälern in Kittsee, Oberwart, Oberpullendorf und Güssing 633 Betten zur Verfügung. 2.792 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren 2025 dort beschäftigt. Die Verweildauer der Patienten betrug durchschnittlich 4,64 Tage.

SPÖ: „Zahlen belegen burgenländischen Weg“

Die Zahlen würden den „eingeschlagenen Weg der burgenländische Gesundheitspolitik“ bestätigen, so SPÖ-Landesgeschäftsführer Kevin Friedl am Montag in einer Pressemitteilung, in der er auch „erfolgreiche Zukunftsprojekte“, wie etwa die Herzchirurgie in Oberwart hervorhob.

FPÖ: Ärztemangel für diese Zahlen verantwortlich

Diese Zahlen sollten nicht als Bestätigung der Gesundheitspolitik im Burgenland gewertet werden, so FPÖ-Klubobmann Christian Ries in einer Aussendung, man müsse sich vielmehr die Frage stellen, wie es dazu komme. Ärztemangel und mangelnde wohnortnahe Versorgung würden viele Menschen in die Spitalsambulanzen treiben, so Ries. Es drohe eine Pensionierungswelle, rund 60 Prozent der burgenländischen Ärzte würden laut Zahlen der ÖGK in den nächsten Jahren den Ruhestand antreten, warnte Ries.