Während der heißen Sommertage sind die ehrenamtlichen Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer im Burgenland, insbesondere am Neufelder See, besonders gefragt. Aufgrund der hohen Besucherzahlen sind die Wasserretter im Dauereinsatz und koordinieren ihre Einsätze sowohl an Land als auch auf dem Wasser.

Portrait der Wasserrettung beim Neufelder See

Maßnahmen und Ausrüstung

An Tagen mit hohen Temperaturen tummeln sich bis zu viertausend Gäste im Strandbad am Neufelder See. Um Notfälle schnell und adäquat zu bewältigen, kommt das Einsatzboot der Wasserrettung regelmäßig zum Einsatz. „Das Boot setzen wir immer dann ein, wenn wir zu Notfällen gerufen werden, damit wir rasch hinkommen können. Das Strandbad hat doch eine riesengroße Reichweite, die zu Fuß nicht erreichbar wäre“, erklärt Sebastian Längle vom Rettungsteam. Auch die Nutzung von Bojen durch die Gäste wird als hilfreich eingestuft, da sie die Sichtbarkeit im Wasser verbessern und Verwechslungen mit Tieren wie Enten verhindern.

Ausbildung und medizinische Versorgung

Rettungsschwimmer müssen umfangreiche Erste-Hilfe-Kenntnisse vorweisen und regelmäßig auffrischen. Die medizinische Ausbildung umfasst mindestens zwanzig Stunden, wobei der Fokus auf Notfallmaßnahmen und der Handhabung von medizinischem Material, wie Defibrillatoren und Sauerstoffflaschen, liegt. „Alle unsere Einsatzmitglieder müssen einen erweiterten Erste-Hilfe-Kurs machen“, betont Balazs Bognar, der selbst eine medizinische Ausbildung absolviert hat.

Risiken und Prävention

Die Wasserrettung rät, die plötzliche Abkühlung durch zu schnelles Betreten des Wassers zu meiden, um gesundheitliche Risiken wie Kreislaufprobleme oder Herzinfarkte zu vermeiden. Diese Gefahren können Menschen jeden Alters treffen. Ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor für die Badegäste ist die Möglichkeit, sich bei Notfällen über die Türglocke im Gebäude der Wasserrettung Hilfe zu holen.