Wichtig sei es, ein- bis zweimal Pro Woche kräftig zu gießen, das sei besser als täglich ein bisschen zu gießen, so Andreas Maly, Chef einer Traditionsgärtnerei in Eisenstadt. Der Gärtner empfiehlt zehn bis 20 Liter pro Quadratmeter, am besten in der Früh. Kurzes Gießen bringe nur wenig, da die Erde in einigen Zentimetern Tiefe trocken bleibt.
Will man in Dürreperioden überhaupt nicht bewässern, sollte auf das Alter des Rasen geachtet werden. „Bei einem älteren Rasen, wo die Wurzeln in die Tiefe gegangen sind, ist das Problem wesentlich geringer, dass etwas passiert. Dort wird der Kipppunkt relativ spät sein. Bei einem jungen Rasen, der mit Wasser verwöhnt wurde, wird der Kipppunkt relativ rasch erreicht sein, weil die Wurzeln noch nicht in der Tiefe sind und kein großes Wasserreservoir haben“, so Maly.
Älterer Rasen ist resistenter
Ein gut gewurzelter Rasen hält auch mehrere Wochen mit ganz wenig Bewässerung aus. Und will man wissen, ob der Rasen noch lebt, obwohl er komplett braun ist, macht einfach den Zugtest. Lässt sich der Rasen am Schopf herausziehen, ist er abgestorben.
In Zeiten schwindender Wasserreserven plädiert Maly generell für ein verantwortungsvolles Gießen mit Maß und Hausverstand. Außerdem gebe es auch Rasensorten, die mit weniger Wasser auskommen, zudem sollte man im Sommer das Mähen auf fünf bis sechs Zentimenter einstellen. Denn so bleibt die Erde länger feucht – auch das hilft letztlich, wenn schon gegossen wird, Wasser zu sparen.