Konkret werden Schuppenkarpfen aus dem Wasser geholt. „Der Wasserstand ist leider so niedrig. Das ist eine sehr ernste Situation und auch Fische sterben, wenn wir sie nicht rausbringen. Deswegen fischen wir ab und bringen die Fische in Fischteiche von befreundeten Fischervereinen, wo sie dann hoffentlich überleben“, so Gottfried Pingitzer, stellvertretender Obmann der Urbarialgemeinde Apetlon.

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Täglich verschwindet ein Zentimeter

Vor ein paar Wochen war der Wasserstand im Darscho noch wesentlich besser. Jetzt ist die Lage dramatisch, obwohl in der Zwischenzeit auch genehmigt war, dass Wasser zugepumpt wird. „Derzeit kann man mit einem Zentimeter Wasser rechnen, der täglich verdunstet“, erklärt Pingitzer.

Hitze setzt Salzlacke zu

Es bestehe die Gefahr, dass der Darscho austrocknet. Man versuche gegenzusteuern, indem Wasser in die Lacke gepumpt wird aber bei der aktuellen Hitze und dem Wind sei das ein „Kampf gegen Windmühlen“, so Pingitzer. Aktuell schaue es aber nicht danach aus, dass der Darscho komplett austrocknet, man hoffe aber auf Regen.

Vor vier Jahren war der Darscho komplett ausgetrocknet, die Fische wurden davor gerettet. Am Zicksee hingegen sind 2022 tausende Fische verendet. Laut Klimaforschern werden die Hitzesommer bleiben – wären andere Fischsorten eine Lösung? „Ich möchte keine fremden Fischarten hier herein bringen, außerdem: ohne Wasser können die hier auch nicht überleben“, so Pingitzer.

Notfallmaßnahme am Darscho

Zwischenstation in anderen Fischteichen

Das Wasser in anderen Fischteichen wird für die Schuppenkarpfen aus dem Darscho zur Rettung, sie werden dort wieder ausgesetzt. Wenn es durch Schnee und Regen im Frühjahr wieder mehr Wasser im Darscho gibt, werden sie wieder zurückgebracht.