„Wenn an den Wettkampftagen alles zusammenpasst, ist alles möglich“, sagte die 20-jährige Burgenländerin. Sie fühle sich aktuell „sehr gut“. Die Olympia-Teilnehmerin von Paris hofft vor allem im Sprung-Finale am Samstag auf einen Spitzenplatz, im Vorjahr war sie auf ihrem Paradegerät WM-Siebente geworden. Im vergangenen halben Jahr habe sie einen weiteren Schritt nach vorne gemacht, erklärte Mörz. „Die Sprünge sind jetzt sauberer und noch viel höher, die Qualität eine bessere.“ Neo-Nationaltrainerin Lara van Dyck ist zuversichtlich. „Charlize befindet sich in einer tollen Verfassung. Sie glaubt nun auch selbst daran, wie gut sie ist und kann auch unter Druck performen. Ich traue ihr bei der EM viel zu“, sagte die Belgierin.

Mörz entwickelte „gewisses Selbstverständnis“

Auch am Boden zählt Mörz zur europäischen Elite. „Ich habe mich auf allen Geräten nochmals verbessert, die Übungen verfeinert. Zudem habe ich auch ein gewisses Selbstverständnis entwickelt“, sagte die zweifache Weltcupsiegerin. In Kroatien nicht mit dabei ist Selina Kickinger, die sich in einem Testwettkampf einen zweifachen Bänderriss im linken Sprunggelenk sowie ein ausgeprägtes Knochenmarksödem zugezogen hat. „Ich bin natürlich enttäuscht, das Timing könnte kaum schlechter sein“, sagte die Niederösterreicherin.

Weitere Teilnehmer

Im Aufgebot von Turnsport Austria stehen neben Mörz noch Leni Bohle, Bianca Frysak, Rosa Schwaninger und Katrin Palicka. Die rot-weiß-rote Equipe verfolgt ein gemeinsames Ziel. „Wir wollen als Team unter die besten 13 Nationen Europas kommen und uns damit für die Weltmeisterschaft im Oktober qualifizieren“, sagte van Dyck, die betonte: „Ich bin wirklich glücklich mit der aktuellen Form. Wir sind bereit für die EM.“ Die Männer sind kommende Woche im EM-Einsatz.