Fundermax in Neudörfl zählt mit rund 150 Beschäftigten zu den größten Industriebetrieben in Österreich. Aufgrund der aktuellen Marktlage und hohen Rohstoffpreise hat das Unternehmen in den letzten zwei Jahren Personal reduziert, während es auf Effizienzsteigerungen setzt.

Herausforderungen am Markt

Der Industriebetrieb Fundermax sieht sich mit einer schwierigen Marktsituation konfrontiert. Trotz hoher Auslastung des Werks sind die Rohstoffpreise gestiegen. Dennoch können diese nicht gänzlich an die Kunden weitergegeben werden, was den Gewinn schmälert. „Zum einen muss man natürlich alles daran setzen, effizient zu arbeiten“, erklärte ein Unternehmenssprecher. Das Unternehmen fokussiert sich auf die Weiterentwicklung der Produkte, insbesondere dekorative Elemente, für die die Rohspanplatte aus Neudörfl ein Herzstück ist.

Anpassungen in der Produktion

Die Firma hat sich dafür entschieden, weniger auf Recyclingholz zu setzen, da dieses teurer geworden ist. Stattdessen werden stabilere Versorgungslösungen angestrebt, wozu auch Forschungsprojekte und Sägeprodukte zählen. Vor knapp zwei Jahren wurden 50 der damals 200 Arbeitsplätze abgebaut. Die Geschäftsführer betonten, dass ein weiterer Personalabbau nicht in Sicht sei. Diese Entscheidungen erfolgten in Reaktion auf die verhaltene Bau- und Möbelkonjunktur in Ländern wie Deutschland, Österreich und Italien.

Eigene Energieversorgung als Vorteil

Ein Vorteil für Fundermax ist die eigene Energieerzeugung. Das Werk produziert seinen Strom und seine Wärme selbst und bleibt somit von den hohen Energiekosten unberührt. Die Produktion steht derzeit aufgrund von Wartungsarbeiten, die noch einige Tage andauern, still. Unter normalen Umständen werden hier Spanplatten produziert, die teilweise weiterverarbeitet oder direkt verkauft werden.