Ein neues MRT-Kontrastmittel ist Sinnbild für den Aufschwung, den das Pharmazie-Unternehmen Sanochemia derzeit erlebt. Das neue Mittel wird bereits im Krankenhaus Eisenstadt eingesetzt. Ein weiteres Mittel für die Bildgebung von Lymphknotenmetastasen bei Patienten mit Prostatakarzinom sei derzeit außerdem im europäischen Zulassungsverfahren.
„Mit der Zulassung unseres leberspezifischen MRT-Kontrastmittels haben wir einen wichtigen Schritt geschafft. Jetzt geht es darum, weitere große Schritte im Portfolio zu machen, zusätzliche Märkte zu erschließen und den Standort Neufeld langfristig wettbewerbsfähig zu halten“, so Geschäftsführer Thomas Erkinger. Die Rahmenbedingungen seien derzeit aber nicht leicht.
Landesbeteiligung zur Standort-Sicherung
Das spürte Sanochemia auch 2020 am eigenen Leib. Das damals wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen mit rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern benötigte finanzielle Unterstützung. Das Land Burgenland und zwei weitere strategische Teilhaber halfen aus. Drei Jahre später verkaufte das Land seine Beteiligung mit einem Gewinn von rund zwei Millionen Euro wieder. Das Unternehmen wird wieder privat geführt und ist auf mittlerweile 200 Personen angestiegen – mehr dazu in Land zieht sich aus sanierter Sanochemia zurück.
„Ohne die Intervention des Landes würde der Betrieb heute in dieser Form nicht existieren. Jetzt geht es unter privater Führung wieder bergauf. Das beweist, wie wichtig aktive Standortpolitik der öffentlichen Hand sein kann“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) zum Unternehmen.