Der November in Wien ist traditionell jener unbarmherzige Monat, in dem man die Sonne höchstens noch aus alten Urlaubsvideos kennt und der Nebel einem buchstäblich in die Knochen kriecht. Das Grau draußen ist gnadenlos, aber zum Glück gibt es Orte, die sich erfolgreich gegen die kollektive Herbstdepression wehren. Die Raiffeisen Halle Gasometer liefert auch im Herbst 2026 wieder verdammt gute Gründe, die durchgesessene Couch zu verlassen und sich in die schweißtreibende Menge zu werfen. Wir haben die absoluten Highlights für euch und verteilen natürlich auch Tickets.
7. November: Dicht & Ergreifend
Bayrischer Rap mit Tuba klingt nach Bierzeltunfall, doch Lef Dutti und Urkwell reißen damit routiniert jede Bude ab. Auf ihrem neuen Album überraschen sie mit Disco Funk Beats statt klassischem Blasmusik-Hip-Hop. Wer einen gewöhnlichen Kopfnickerabend erwartet, wird hier extrem angenehm überrollt.
15. November: Ikkimel
Berliner Hedonismus gepresst in brutale Technobeats. Ikkimel provoziert quer durch die deutschsprachige Szene und bringt genau jenen schmutzigen Atzenflavour zurück, den wir klammheimlich vermisst haben. Auf ihrer „Poppstar“-Tour verkauft sie reihenweise die Hütten aus. Wer bei diesen Texten keine roten Ohren bekommt, hat die letzten Jahre im Tiefschlaf verbracht. Eine glorreiche Abrissbirne.
17. November: Omah Lay
Gegen die Wiener Tristesse hilft nigerianischer Afrobeat in Perfektion. Omah Lay bringt seinen geschmeidigen Sound und sein neues Album „Clarity of Mind“ nach Österreich. Mit stilsicherer Leichtigkeit kreuzt er extrem tanzbare Rhythmen mit intimer Verletzlichkeit. Ein Abend wie eine dringend nötige warme Umarmung, nur eben mit ordentlich Bass.
23. November: FILOW
Vom Twitch Streamer zum Moshpit Commander. Filow beweist, dass Internetphänomene im echten Leben verdammt laut sein können. Spätestens seit seinem Abriss beim Hurricane Festival wissen wir, dass der Typ live keine Gefangenen macht. Kein klassisches Konzert, sondern ein wilder Kontrollverlust mit Ansage. Zieht feste Schuhe an, vor der Bühne wird es ungemütlich.
26. November: Portugal. The Man
Gut Ding braucht Aufschub. Ursprünglich für März geplant, holen die US-Indie-Lieblinge ihren Termin nun nach. Wer die Truppe nur aus dem Radio kennt, erlebt live ein blaues Wunder. Portugal. The Man verwandeln sich auf der Bühne in ein psychedelisches Jam-Kollektiv, das Genregrenzen ignoriert und sich in ausufernden Soli verliert. Ein Fest für Fans echter Instrumente.
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