Da haben wir nicht viel hinzuzufügen – Veronika König alias FARCE bleibt in den FM4 Charts unser Lieblingssong mit ihrem wundervoll schwelgend-melancholischen „Deeply Strange People“. Und weiter unten stehen die Neuvorstellungen bzw. Neueinstiege der Woche.
Die FM4 Neuvorstellungen der Woche
Finn Wolfhard – „Follow“
Wir brauchen nicht von jedem Schauspiel-Star ein Album, und nicht jede:r Musiker:in muss auch einmal vor der Kamera stehen. Manche aber schon! Charli xcx oder Lady Gaga sollen bitte weiterhin beides machen, und sehr wichtig ist auch, dass weiterhin neue Musik von Finn Wolfhard herauskommt, der jetzt nach dem Ende von „Stranger Things“ vielleicht auch etwas mehr Zeit dafür hat, aber wer weiß? Vor zwei Wochen jedenfalls hat er sein zweites Album namens „Fire from the Hip“ veröffentlicht, und die Single „Follow“ offenbart ihn endgültig als ebenso geschmacks- wie trittsicher im Terrain des 90er-inspirierten Indie-Rock der Marke Pavement, frisch und eingängig, warm und sympathisch, mit einem kleinen Chor im Refrain.
John Glacier – „Bond Girl“
Über ihr genaues Alter oder ihren echten Namen hält sich die Londoner Rapperin John Glacier bedeckt. Einig sind sich alle Leute aber, dass ihr 2025 erschienenes Debütalbum „Like a ribbon“ ein elegantes Meisterwerk ist. Auf ihrer neuen Single „Bond Girl“ bleiben ihre Vocals gewohnt kühl-cool und auf den Punkt dosiert; und passend dazu bleiben auch die Beats schlank und sauber; eine entspannte Referenz an die frühen Tage von Detroit Techno, ohne zu sehr auf die Tube zu drücken.
Nia Archives – „There Goes Ma Head“
Für ihr ungezwungenes Zusammenbringen poppiger Songs mit den Beats und Breaks des britischen Hardcore Kontinuums, also Drum’n’Bass, Jungle und Konsorten, wurde die Londoner Musikerin Nia Archives berühmt. Und da ist es nur allzu passend, dass ihr soeben erschienenes, zweites Album den Titel „Emotional Junglist“ trägt. Nachdem sie mit „Boys in Blue“ aus ebendiesem Album ihre punk-rockigere Seite erforscht hat und damit auch an der Spitze der FM4 Charts war, geht sie mit der aktuellen Single-Auskopplung „There goes ma head“ zurück in den Club, genauer gesagt in die frühen Morgenstunden nach einer durchtanzten Nacht, wenn die erste Energie schon verbraucht ist und dennoch niemand nach Hause gehen will.
Panda Bear & Sonic Boom – „A ? of WHEN“
Seit vielen Jahren schon leben die beiden Musiker Panda Bear, bekannt u.a. als einer der Köpfe der psychedelischen Indie-Pop-Weiterdenker Animal Collective, und Sonic Boom von den Slow-Motion-Psychedelic-Urgesteinen Spacemen 3, in Portugal. Sie lassen ihre Studios von der iberischen Sonne durchfluten und haben mittlerweile schon zwei gemeinsame Alben im Geiste der kalifornischen Sommerpop-Helden Beach Boys veröffentlicht.
„Join us offline“, rufen sie anlässlich ihres aktuellen Albums aus – „IRL statt URL“, in Radios, bei Liveshows, Listening Partys, Q&A Sessions und Konzerten. Hier kommt die fabelhafte neue Single „A ? of when“ ins Spiel, die ein kleines Flötenmotiv, Lyrics über süße Kätzchen und eine permanente Alarm-Sirene gleichberechtigt nebeneinander stellt. Und jetzt alle: „Keep trying!“