lovehead haben einen ganz schön vollen Sommer. Hier eine Musikkarriere im Schnelldurchlauf: letztes Jahr veröffentlichen sie ihren Song „denkst du an mich“ und damit gleich den ersten Superhit: das Lied wird Nummer 1 der FM4 Jahrescharts, lovehead bekommen Millionen Streams und tausende Likes quer durch alle Socials. Sie signen bei Universal Music, sie veröffentlichen ihr Debüt „fanta lustig“, heuer folgt dann das Sequel, es heißt „sommerwind“ und wird von einer gleichnamigen Tour quer durch Deutschland, Schweiz und Österreich begleitet. Kurz davor spielen sie noch auf zahlreichen Festivals, im August auch am FM4 Frequency.
Gründe genug, den Sommer 2026 als „lovehead summer“ zu titulieren. Und mit Anna, Leni und Mara über folgende Themen zu sprechen: Kritzeln und Ballspielen, Ventilatoren und überhitzte Laptops, Welse und Bananenboote, Spritzpistolen, Alter Egos, Sommerfilme, Sommersnacks, Sommerhits und Fontaines D.C. Deren Song „Favourite“ ist loveheads persönlicher Lieblingssong im Sommer. „Gleichzeitig will ich komplett heulen und mir denken so, oh mein Gott. Und teilweise denke ich mir, wow, wie schön,“ sagt Anna. lovehead wissen noch gar nicht, was sie noch alles mit Fontaines D.C. gemeinsam haben (abgesehen davon, dass sie am selben Tag am FM4 Frequency spielen): Lenis Lieblingssommerfilm „Before Sunrise“ ist auch der Lieblingsfilm von Fontaines-Carlos. Da können sie sich dann gleich im Backstage darüber unterhalten: „Boah, also wenn ich die treffen würde. Und an dem Tag spielen ja auch Zara Larsson und Lorde und Kraftklub – aber die durften wir schon kennenlernen.“ Richtig, lovehead sind heuer mit Kraftklub auf Tour gegangen.
Als eigener Sommerhit, also von Anna, Leni und Mara selbst geschrieben, eignet sich so mancher Song: „Also ‚Sex am See‘ ist, glaube ich, ein sehr großer Sommer-Banger“ (höhö), sonst gibt’s da auch das neueste Lied „marie“: „So ein bisschen Surf Curse, Summer-Vibes.“ Oder den eh schon lovehead-Klassiker „anthony“: „Weil wir den auch über eine Situation im Sommer geschrieben haben. Das war auch Peak-Sommer-Urlaub.“ Den offensichtlichen „sommerwind“ erwähnen sie erst gar nicht, es gibt so eine große Auswahl.
Was macht man also, im lovehead Summer? Sie selbst verbringen viel Zeit im Bus und tuckern von Festl zu Festl und Bühne zu Bühne, dazwischen beschäftigt man sich damit, sich ein Hobby namens „Spritzpistolen“ zuzulegen: „Ja, wir sind halt immer viel unterwegs an heißen Orten, wo wir nicht die Zeit haben, schwimmen zu gehen. Und dann haben wir uns gedacht, boah, wie kühlen wir uns ab? Und dann haben wir halt eigentlich einfach die Wasserspritzpistolen gesehen und waren schockverliebt, weil man kann auch Trinkshots machen mit denen.“ Und man kann sie bemalen: „Sie waren halt überhässlich und gar nicht lovehead-Summer-vibig. Und Leni hatte zufällig so Stifte mit, mit denen wir das dann angemalt haben.“
Stellen wir uns eine Fanconvention vor, bei über 50k Insta-Follower:innen ist das ja gar nicht so unwahrscheinlich, dann könnten lovehead-Fans (Loveheadians? Lovers? Headers?) statt Swifties mit den Freundschaftsarmbändern selbstbemalte Wasserspritzsachen tauschen und verschenken. Und was macht man sonst, als Fan im lovehead Summer? „Sie sollten sich Alter Egos überlegen, weil wir haben eigentlich schon einige. Also wir haben Spitznamen, die haben sich ein bisschen durchgesetzt.“ Magma Mara, Crashout Anna und Popo Pirat. Botox-Mamis und Wirtshaushelden. Manche Inside-Jokes sind so gut, man muss sie mit der Welt teilen.
Man könnte einen ganzen Podcast mit Sommertalks mit lovehead füllen. Der beste Sommersnack heißt entweder Erdbeere, Skittles oder Wassermelone, je nachdem welches Bandmitglied man fragt. „Erdbeeren sind gut, Erdbeeren sind fruchtig. Und man kann sich mit ihnen schminken.“ Mais auch das Beste, eh klar. Bootfahren ist auch cool, am liebsten Bananenboot, Quallen sind scary, aber irgendwie auch sehr faszinierend und Ventilatoren sind überhaupt super: „Find ich super“, sagt Leni aber fügt hinzu: „Ich find sie auch immer ein bisschen ablenkend, weil wenn ein Ventilator vor mir steht, dann muss ich auch irgendwas rein sagen. Das macht dann so ein cooles Geräusch.“ Top Wörter, die man in einen Ventilator reinsagen kann: „So gewisse Sounds sind zum Beispiel ‚ahhhhhh‘, das macht immer sehr viel Spaß. Und sonst einfach sowas, ganz klischeehaft: ‚Ich bin ein Roboter‘, oder so.“ Nimmt man mit lovehead ein Sommer-Radiospecial auf, dann fällt man mehrmals vor lachen vom Studiohocker.