Der Sommer in Vorarlberg hat eine klare Reihenfolge. Erst wird im Open Air Rhein gebadet, dann wird direkt daneben das Zelt aufgebaut und drei Tage lang zu großartiger Musik getanzt. Das Szene Openair in Lustenau ist seit Jahren der absolute Höhepunkt der westösterreichischen Open-Air-Saison. Von 30. Juli bis 01. August verwandelt sich die Idylle am Wasser in ein massives Festivalgelände voller Euphorie und Bass. Wir präsentieren das Spektakel und haben uns hier auch die Highlights aus dem Line-up geholt:
Donnerstag: Lovehead und Sharktank
Der Donnerstag startet direkt mit dem fabelhaften Chaos der Jugend. Zuerst zelebrieren wir Lovehead auf der Bühne. Anna, Leni und Mara haben sich ganz im Zeichen der Zeit über Instagram zusammengetan und klingen so erfrischend unaufgeregt ehrlich, dass wir gar nicht anders können, als ihre Songs immer wieder im Radio zu spielen. Wer clevere Tracks wie „Erdnussallergie“ schreibt und damit aus dem burgenländischen Proberaum direkt in unsere Gehörgänge spaziert, hat unser Nerdherz ohnehin sofort gewonnen.
Sharktank werden danach das Festival mit einer Lässigkeit bespielen, die man eigentlich in Flaschen abfüllen sollte. Wenn die Sonne am Alten Rhein langsam tiefer rutscht, gibt es schlicht keinen besseren Soundtrack. Sobald Produzent Marco Kleebauer seine absurd detailverliebten Instrumentals auspackt und die smoothen Vocals von Katrin auf die Zeilen von Viennas finest Rapper Mile prallen, kapituliert unweigerlich auch der hartnäckigste Indie-Snob am Gelände. Es wird garantiert schön. Egal, ob es regnet oder schüttet.
Mariahilf trifft Berlin. Den Auftakt macht Wiens aktuell charmantester Exzessbeauftragter: Bibiza parkt seinen Tourbus in Lustenau und serviert Gesellschaftskritik im Secondhand-Maßanzug. Mit bester Arroganz und einer fantastischen Liveband zeigt er dem Westen, wie man den Zeitgeist stilvoll feiert. Danach übernimmt Zartmann und bringt genau diese ungeschönte Melancholie auf die Bühne, für die man ihn aktuell überall feiert. Er liefert die Art von Texten, die jeder fühlt und wickelt sie in Beats, die trotzdem ordentlich nach vorne schieben. Das ist große Emotion ganz ohne Kitschgefahr.
Samstag: OG Keemo
Am Samstag brauchen wir dann keine Gefangenen mehr zu machen, denn OG Keemo übernimmt. Der Mann ist schlichtweg das absolute Endlevel im deutschsprachigen Rap und beerdigt jede Konkurrenz mit eiskaltem Storytelling. Funkvater Frank liefert dazu Instrumentals, die klingen, als würde man nachts alleine durch die falsche Gegend laufen.
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UPDATE: Der Einsendeschluss ist vorbei. Der Gewinner wurde bereits per Mail verständigt.