18 ehrenamtliche Mitglieder werde der Gewaltschutzbeirat umfassen und der Landesregierung künftig bei fachlichen und strategischen Fragen beratend zur Seite stehen, sagte Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ), Referentin für Frauen und Gleichstellung. Es gehe darum eine Plattform zu schaffen, um die Arbeit der einzelnen Beratungseinrichtungen oder Opferschutzstellen sichtbarer zu machen. Frauenhäuser, Männerberatungsstellen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Verwaltung, Polizei, Justiz und Politik sollen besser vernetzt werden, um Synergien zu nutzen bzw. um festzustellen, in welchen Bereichen es Versorgungslücken gibt.

Ländlicher Raum sehr wichtig

Lagger-Pöllinger: „Es gibt so viele Institutionen, die alle für sich einzelne Angebote und Programme anbieten, in verschiedenen Bereichen arbeiten, präventiv oder dann eben schon, wenn leider Gottes schon Gewalt passiert. Und da gilt es einfach einmal flächendeckend darüber zu schauen. Vor allem ist natürlich auch der ländliche Raum sehr wichtig, dass wir auch da weiterkommen mit Gewaltschutzangeboten und diese Angebote müssen vor allem sehr niederschwellig erreichbar sein.“

Möglichst viele Betroffene sollen erreicht werden

Es sollen möglichst viele Betroffene erreicht werden. Damit es in Zukunft weniger davon gibt, will der Gewaltschutzbeirat mit einem Aktionsplan auch auf die Vorbeugung setzen: "Wie schafft man es, die Bevölkerung noch besser zu sensibilisieren und eine Bewusstseinsbildung zu schaffen. Das fängt dabei an, dass man den Frauen sagt, welche Möglichkeiten sie haben, aus einer Gewaltspirale auszusteigen. Das geht aber auch in die Erwachsenenbildung, dass man bei den Eltern Bewusstseinsbildung macht, wie gefährlich soziale Medien für Kinder sind. Bis hin, dass man den Männern auch bewusst macht, liebe Männer, auch ihr dürft euch Unterstützung und Hilfe holen,“ so Lagger-Pöllinger.

Mitglieder arbeiten ehrenamtlich

In den nächsten Monaten werden die inhaltlichen Schwerpunkte des Gewaltschutzbeirates weiter abgestimmt. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Prävention von Gewalt im sozialen Nahraum, die Bekämpfung geschlechterspezifischer und sexualisierter Gewalt, die Weiterentwicklung regionaler Unterstützungsangebote, die Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie Maßnahmen zur Sensibilisierung der Bevölkerung. Die Mitglieder des Gewaltschutzbeirates arbeiten ehrenamtlich.