Oldies but Goldies: Dass Alter nur eine Zahl ist, hat die erfolgreiche Feuerwehrtruppe Reichenfels-St. Peter bei der Weltmeisterschaft in Eisenstadt bewiesen, wo insgesamt 130 Gruppen mit 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 17 Ländern dabei waren. Der Altersdurchschnitt bei den Kärntnern liegt bei 60 Jahren. Der jüngste Teilnehmer ist 50, der älteste 68. „Wir haben immer an uns geglaubt, wir machen das seit 2008 und haben uns konstant weiterentwickelt. Das Schönste war, dass unsere Fans dabei waren und sogar unsere Konkurrenten aus Kärnten waren vor Ort und haben uns angefeuert“, so Wettkampfteilnehmer Franz Bojer.

WM-Gold für die FF Reichenfels-St.Peter

Bei der internationalen Feuerwehr Weltmeisterschaft im Burgenland hat sich die Freiwillige Feuerwehr Reichenfels-St. Peter, in der Klasse B, in der nur über 30-Jährige antreten, die Goldmedaille geholt. Sonntagabend kehrte die Truppe nachhause zurück und wurde mit einem großen Fest gefeiert.

Emotionale Momente

In der Gruppe B, also in jener, in der die Teilnehmer älter als 30 Jahre sind, holte die Mannschaft Gold. Da gibt es ein paar Bonuspunkte für das Alter. Doch das allein hätte nie gereicht, um an die Spitze zu kommen. „Der emotionalste Moment war schon zu Beginn der Einmarsch zum Bewerb selbst und dann das Bangen und Warten, ob es sich für die Goldmedaille ausgeht oder nicht“, so Wettkampfteilnehmer und Kommandant Wolfgang Schmerlaib.

Viele Fans waren auch in Eisenstadt dabei, um die Kärntner anzufeuern. Mit Erfolg. „Wie die Männer um jede Sekunde gekämpft haben, war wirklich ein Highlight zum Zuschauen. Sie haben wirklich alles gegeben“, sagte Elfriede Peinsitt.

Nächste WM in vier Jahren

Trainiert wird regelmäßig, zweimal die Woche. Zwei von den neun Kärntner Teilnehmern sind bereits in Feuerwehrpension, also Reservisten, sie sind älter als 65 Jahre. Die anderen sind noch im aktiven Dienst. Die Weltmeisterschaft, die alle vier Jahre stattfindet, ist die Krönung für das harte Training. Von nichts, kommt eben nichts.

„Das ist natürlich ein Mannschaftsbewerb und jeder Handgriff muss sitzen. Es kann sehr viel daneben gehen, aber wir waren nach dem harten Training von Anfang an überzeugt, dass sie es schaffen und die Goldmedaille nachhause bringen“, so Rudolf Pirker. Ganz klar, Ziel ist es nun, in vier Jahren bei der nächsten Feuerwehr-Weltmeisterschaft den Titel zu verteidigen. Bei diesem Ehrgeiz und Einsatz könnte es wieder klappen.