Es hätte eine schöne Klettertour auf den Lärchenturm werden sollen, einer der spannendsten Gipfel in den Karawanken im Bereich der Koschuta. Als der deutsche Kletterer den beliebten Steig am frühen Montagnachmittag in Angriff nehmen wollte, fand er im Zustiegsbereich die Werfergranate aus dem Zweiten Weltkrieg.

Sperrkreis schützte vor Kriegsmaterial-Splittern

Nach dem Notruf bei der Polizei Ferlach wurden Experten des Entminungsdienstes mit dem Polizeihubschrauber eingeflogen. Sie entschieden sich dazu, das Kriegsrelikt mit acht Zentimeter Durchmesser an Ort und Stelle zu sprengen. Eine Bergung des hochexplosivenFundstücks wäre zu gefährlich.

Um die Fundstelle wurde ein Sperrkreis von einem Kilometer eingerichtet. Das sei üblich, um Passanten vor Splittern zu schützen, hieß es von den Experten. Um 16.11 Uhr gelang dann die kontrollierte Sprengung. Der Gefahrenbereich wurde im Anschluss wieder freigegeben.

Polizei rät: Bei Funden sofort Alarm schlagen

Am Dienstag ist bei Prachtwetter ein ungehinderter Aufstieg auf den Lärchenturm wieder möglich. Dass in den Karawanken Kriegsrelikte gefunden werden, sei laut Polizei keine Seltenheit. Immer wieder muss der Entminungsdienst im betreffenden Gebiet ausrücken. Fundstücke sollten keinesfalls berührt oder bewegt werden. Ein Notruf bei der Polizei sei die einzig richtige Reaktion, hieß es.