In ganz Österreich ist die Trinkwassersituation durch die langanhaltende Trockenheit teils sehr angespannt – mehr dazu in Lage in Teilen Österreichs prekär. Wasser wird auch in immer mehr Kärntner Gemeinden zum knappen Gut. Vielerorts geht die Quellschüttung, also die Menge an Wasser, die in einer bestimmten Zeit aus einer Quelle austritt, zurück.

Wassersparverordnung in Köttmannsdorf

In Köttmannsdorf gilt seit Ende Juni eine Wassersparverordnung. Rasen bewässern oder Autos waschen ist verboten. Poolfüllungen müssen bei der Gemeinde angemeldet werden. Ähnliche Einschränkungen gibt es auch in Gurk, Griffen und Steuerberg. Wer sich nicht an die Verordnung hält, muss mit Strafen von bis zu 2100 Euro rechnen.

Im schlimmsten Fall könnte das Trinkwasser sogar zeitweise ausfallen. Herfried Zessar von der Abteilung Wasserversorgung Kärnten sagte dazu: „Das spüren dann die Wasserkunden beim Wasserhahn. Wenn dann zum Beispiel kein Wasser kommt oder Wasser nur sehr gering durch den Wasserhahn fließt, mit weniger Druck. Das sind dann immer Zeichen, dass hier irgendwo Wassermangel vorliegt. Also der Kunde kann da sehr viel selbst beeinflussen.“

Im Bezirk Wolfsberg setzt man auf Eigenverantwortung

Andere Gemeinden setzen vorerst noch auf Eigenverantwortung. In St. Paul im Lavanttal appelliert die Gemeinde an die Bevölkerung, Trinkwasser sparsam zu verwenden, so Bürgermeister Stefan Salzmann (SPÖ): „Wir sind mit den Nachbargemeinden in Abstimmung. Alle Gemeinden des Bezirks Wolfsberg sind dabei bei diesem Wassersparappell. Das betrifft 52.000 Einwohner. Wir beobachten das noch und wir haben Pegelstände, wo wir sagen, wenn diese Pegelstände unterschritten werden bei unseren Behältern, dann müssen wir mit der Verordnung rausgehen.“

Auch die Gemeinde Klein St. Paul im Görtschitztal erließ eine Verordnung zum Wassersparen. Pools befüllen, Rasen bewässern oder das Reinigen von Vorplätzen ist verboten. Auch privates Autowaschen ist untersagt. Bei Verstößen drohen Geldstrafen bis zu 2.180 Euro.

Wie sich die Lage weiterentwickelt, hängt jetzt vor allem vom Wetter ab. Bleibt der ersehnte Regen aus, könnten auch weitere Kärntner Gemeinden gezwungen sein, strengere Maßnahmen zu ergreifen. Erste Niederschläge werden Ende der Woche erwartet.

Rascher Brandeinsatz in Flattach