Über Nacht und ohne Vorwarnung ist der Gailsteg, eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer, gesperrt worden, sagte Anrainer Oskar Smetana. Der Bau einer neuen Brücke sei frühestens in zwei Jahren möglich. Für ihn und hunderte andere Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Orte sei der Gailsteg mehr als nur eine Brücke: „Für die Anrainer der Unterschütt bedeutet das, dass sie nicht auf kurzem Weg zum Zug kommen. Sie müssten einen langen Umweg in Kauf nehmen, also sprich über Fürnitz, oder nach Villach fahren. Und für die Anrainer auf der anderen Seite bedeutet das, dass sie auch nicht mehr herkommen können. Und das ist doch eine gewisse Verbundenheit zwischen diesen beiden Ortschaften, Erlendorf und Unterschütt. Und das ist jetzt sozusagen über Nacht nicht mehr möglich. Es erinnert ein bisschen an die Berliner Mauer eigentlich, an den Bau der Berliner Mauer, wo man auf einmal nicht mehr von Osten nach Westen kommt oder umgekehrt.“

Neue Brücke frühestens in zwei Jahren

Bei einer Infoveranstaltung der Stadt Villach ist ein Neubau der Brücke frühestens in zwei Jahren in Aussicht gestellt worden. Die Kosten würden eine Million Euro betragen. Daher hat sich Smetana nun schriftlich an Verteidigungsministerin Claudia Tanner (ÖVP) gewandt: „Ich möchte einfach meinem Ärger Luft machen. Beziehungsweise auch einen konkreten Vorschlag bringen, dass man hier mit einem Provisorium, das das Bundesheer machen könnte, dem vielleicht entgegenwirken könnte. Ich denke mir, das wird das Bundesheer in ein, zwei Tagen schaffen, hier eine Ersatzbrücke zu bauen, bis man dann sozusagen die richtige Brücke hat.“

Es gebe auch einige Kinder in der Ortschaft, die nicht mehr mit dem Zug fahren könnten: „Sie sind rein nur auf den Bus angewiesen und allzu viele Busverbindungen gibt es nicht.“ Eine Antwort aus dem Verteidigungsministerium hat Oskar Smetana noch nicht erhalten.