Alle zehn Jahre entscheidet das Land Kärnten, welche Anbieter Genehmigungen für das „Kleine Glücksspiel“ bekommen. Jeder Automat an jedem Standort wird behördlich geprüft und muss genehmigt werden. Grund dieser Maßnahmen ist der Spielerschutz. Immerhin nimmt das Land damit pro Jahr 8,4 Millionen Euro ein.

Drei von vier Anträgen bewilligt

Um die Lizenz für das Kleine Glücksspiel suchten vier Anbieter beim Land an und reichten ein Konzept ein, sagt Adrian Plessin, Leiter der zuständigen Abteilung Wirtschaft des Landes: „Wir haben als Behörde mit einer unabhängigen Bewertungskommission diese Konzepte sehr intensiv geprüft. Wir haben insgesamt rund 30.000 Seiten und deutlich über 500 Anlagen ausgewertet, geprüft und beurteilt, und auch weitere Erhebungen durchgeführt. Das war ein enormer Aufwand, den wir betrieben haben, um für den Spielerschutz in Kärnten das beste Ergebnis zu erzielen.“

Durchsetzen konnten sich drei der vier Bewerber. Das sind die Glücksspielanbieter Admiral, Fair Games und Amatic. Ab September sollen sie – wie auch bisher – an 26 Standorten in Kärnten Glücksspielautomaten betreiben dürfen.

Land: Kein Verbot geplant

Allerdings gibt es strenge behördliche Auflagen und Kontrollen, sagte Plessin: „Die Konzepte wurden von hochrangigen Experten im Bereich Spielerschutz und Suchtprävention bewertet. Das heißt, die Konzepte, so wie sie eingereicht wurden, sind durchaus geeignet, auch entsprechend suchtpräventiv zu wirken und ein Abdriften in die Illegalität zu verhindern.“ Ein Verbot des „Kleinen Glücksspiels“, wie es in anderen Bundesländern bereits umgesetzt ist, sei in Kärnten hingegen nicht geplant, heißt es.

Team Kärnten: Spielautomaten müssen verschwinden

Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer fordert erneut ein Verbot von Glücksspielautomaten: „Allein in unserem Bundesland gelten rund 5.000 Menschen als spielsüchtig, weitere 15.000 als gefährdet." Die laufende Lizenzperiode müsse die letzte sein, in der Glücksspielautomaten in Kärnten betrieben werden dürfen, so Köfer.