Immer wieder platzen Paddle-Boards bei Temperaturen um 35 Grad mit lautem Knall, bestätigte SUP-Verleiher Alfons Kristan. Er selbst verleiht viele SUPs aus hartem Kunststoff, die nicht aufgepumpt werden müssen, sagte Kristan. Für private Wassersportler seien aber die günstigeren, aufblasbaren SUPs deutlich praktischer, weil sie im nicht aufgepumpten Zustand gut ins Auto passen.
Luftdruck verringern oder im Schatten lagern
Die Hitze dehnt die Luft in diesen Boards stark aus, wenn sie im Trockenen liegen. Um ein Platzen zu verhindern, sollte der Luftdruck um ein Drittel verringert werden, empfiehlt Kristan: „Das Problem ist auch, dass der Markt übersättigt ist mit Billigboards. Diese Billigboards sind nicht verschweißt, sondern verklebt, und da löst sich auch zum Teil der Kleber. Und da gibt es dann Probleme, dass sie platzen. Man kann sich nicht erwarten, dass ein Board um 200 Euro auch die Haltbarkeit von einem Board um 500 bis 1.000 Euro hat.“
Auch die richtige Lagerung spielt eine Rolle, sagte der Experte. Ungefährdet sind die SUPs im Schatten oder im Wasser. Die Reparatur eines Platzers ist möglich, wenn der Riss kleiner als zehn Zentimeter ist. Die Kosten dafür schätzt Kristan auf 30 bis 80 Euro. Bei größeren Rissen sei das SUP aber nicht mehr zu retten.
Wasserrettung: Keine Gefahr auf dem Wasser
Mitten auf dem See sei noch nie ein SUP geplatzt, sagte Markus Bräuhaupt, der Landesleiter der Wasserrettung Kärnten: „Uns fällt es ein bisschen vermehrt auf heuer, dass SUPs platzen, vielleicht auch wegen der hohen Temperaturen. Aber solange das SUP im Wasser ist und von unten eine Kühlung hat, kann das eigentlich im Wasser nicht passieren.“
Generell empfiehlt Bräuhaupt, den Körper über eine Schlaufe am Fuß mit dem SUP zu verbinden. Bei einer Gewitterwarnung sollte nicht zu weit hinausgefahren werden.