Wenn zehntausende Menschen zum Feiern zusammenkommen, muss auch beim Thema Sicherheit an alles gedacht werden. Ein Terroranschlag wäre das schlimmste Szenario. Hier setzt man auf inzwischen Bewährtes, so Altstadtzauber Organisator Stefan Lindner: „Im Wesentlichen in den letzten Jahren hat sich diese Terroranschläge mit Autos herauskristallisiert. Da haben wir von der Stadt her sehr professionelle Antiterrorsperren, diese Betonleitwände. Und da versuchen wir das so hinzukriegen, dass keine langen Geraden sind, wo man Geschwindigkeit aufnehmen kann.“
Sprühnebel und viele Schattenspender
Ein Faktor im Sicherheitskonzept ist heuer auch die Hitze, die extremer ist als in den Jahren zuvor: „Wir haben zumindest eine Kleinigkeit in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Klagenfurt entwickelt. Und zwar so einen Sprühnebel, wo man durchgehen kann, sich abkühlen kann. Und das ist einmal ein Versuch. Also ich denke, das Wetter wird auch passen und es wird nicht ganz so heiß sein. Wir haben auch viele Schattenspender.“ Auch das Rote Kreuz sei gewappnet, so Lindner.
Sichere Häfen bei Unwetter
Während des Villacher Kirchtags musste das Gelände einmal wegen Sturmböen komplett geräumt werden. Auch darauf ist man in Klagenfurt vorbereitet: „Sollte sich da was nähern wird über die Bühnenansagen das Gelände geräumt und wir haben auch das Konzept der sicheren Häfen, das heißt Tiefgaragen, Kirchen und sonstige Räumlichkeiten, wo man sich dann in Sicherheit bringen kann, sollte ein Starkwettergeschehen eintreten.“
Hoffen auf Gäste aus der Steiermark
Der Altstadtzauber soll heuer nicht nur die Kärntner Bevölkerung locken – es wurde auch in der Steiermark kräftig die Werbetrommel gerührt. Vor einigen Tagen sind die Stadtrichter mit einer großen Abordnung mit der Koralmbahn nach Graz gefahren, um die Passanten in der Grazer Innenstadt zum Altstadtzauber einzuladen. „Wir durften sogar vom Balkon des Grazer Rathauses die Stadt bejubeln. Auch die Grazer können ruhig wissen, dass es uns gibt. Sie können innerhalb von nur 45 Minuten mit der Bahn zu uns anreisen“, sagte Burggraf Willi Noll, der bereits seit 27 Jahren bei den Stadtrichtern engagiert ist.
Größtes Stadtfest
„Kärnten ist ja ein Land, wo sehr gut und gerne gefeiert wird. Mit dem Altstadtzauber bieten wir etwas, was es sonst nicht so häufig gibt: Kleinkunst, Zauberei, Clowns, Gaukler sowie Musikbühnen von der Volksmusik bis zum Jazz“, so Noll. Der Altstadtzauber sei eine gute Alternative zur Kirchtags-Tradition in Kärnten, wobei Noll betont, dass sowohl in Klagenfurt als auch in Villach ein herausragendes Angebot geschaffen wurde. „Wir haben auf der einen Seite den größten Kirchtag erlebt, da muss man ja stolz sein, und auf der anderen Seite bieten wir das größte Stadtfest. Da ist Kärnten sicher vorne dabei.“
Bespielt wird auch heuer wieder die gesamte Altstadt – mit 140 Künstlern und 25 Bands. Wobei die Stadtrichter beim Altstadtzauber nicht nur das Feiern in den Mittelpunkt rücken, im Rahmen des Flohmarktes werden heuer wieder Spenden für bedürftige Menschen und Familien gesammelt.