Um 56 Prozent weniger Wasser ist im Juli in Kärntens Flüssen und Bächen geflossen; verglichen mit dem langjährigen Durchschnitt. Ein Unterschied, der bei Kleinwasserkraftwerken deutlich zu spüren ist, sagt Christoph Aste vom Verein Kleinwasserkraft Österreich. Einige Kraftwerke haben deswegen schon abgeschaltet werden müssen. Aste: „Wir schalten aus Gewässerschutzmaßnahmen ab, damit die Restwasserführung in den Bächen gegeben ist.“

Speicher benötigt

Damit die Kleinwasserkrafte aber auch während solcher Hitzeextremen Strom liefern, müssten reine Lauf-Kraftwerke mit Speichern ausgestattet werden. „Diese können in Form von Ausgleichsbecken oder Batteriespeichern in den Kraftwerken sein, um am richtigen Zeitpunkt das Netz zu versorgen.“ Es bräuchte aber auch mehr kleine Seen, damit die kleinen Bäche entsprechend Wasser führen. Das koste laut dem Kleinwasserkraft-Sprecher bis zu drei Millionen Euro – je nach der Größe des Umbaus.

Aste: „Dazu braucht es aber natürlich Anreize. Das macht keiner freiwillig. Irgendwas zu investieren – und dann kriegt man nur Prügel vor die Füße geschmissen. Da ist die Politik und vor allem auch die Praxis in der Behörde gefragt.“

Versorgungslücken möglich

Außerdem müsste Kärnten mehr auf einen Energiemix aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft setzen, sagt Aste. Ansonsten könne es bei extremer Hitze immer wieder Versorgungslücken geben.