Die 38-Jährige hätte als Sozialarbeiterin eigentlich die Aufgabe gehabt, sich mit Häftlingen der Justizanstalt über ihre Probleme auszutauschen und sich um ihre psychische Gesundheit zu kümmern. Doch ihr Aufgabenfeld dürfte sich die Sozialarbeiterin etwas anders zurechtgeschneidert haben. Denn sie soll laut Staatsanwaltschaft Graz Telefone und Suchtgift zu den Häftlingen geschmuggelt haben.
Ermittlungsverfahren läuft
Wie viele davon profitiert haben könnten und auch welche Gegenleistungen es gegeben habe, sei noch nicht gänzlich geklärt, sagte Christian Kroschl von der Staatsanwaltschaft Graz. Auch der Zeitraum ihrer Schmuggeldienste sei noch nicht bekannt. Das Ermittlungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen. Daher könne auch die Frage noch nicht beantwortet werden, ob und wann gegen die Frau Anklage erhoben wird.
Die Mitarbeiterin der Justizanstalt wurde jedenfalls nach Bekanntwerden der Vorwürfe im April vom Dienst freigestellt. Sie soll damals von anderen Justizwachebeamten bei der Übergabe von Mobiltelefonen erwischt worden sein. Für die 38 Jahre alte ehemalige Justizmitarbeiterin gilt die Unschuldsvermutung.