Fast 40 Jahre führte Helga Happ den Zoo und kümmerte sich rund um die Uhr um die tausend Reptilien und Spinnen. Jetzt entschloss sich die mittlerweile 75-Jährige dazu, kürzerzutreten und den Zoo in jüngere Hände zu legen.
Happ Nachfolge
Nach 50 Jahren stehen dem Reptilienzoo Happ in Klagenfurt große Veränderungen bevor. Helga Happ, die den Reptilienzoo 40 Jahre lang leitete, geht in Pension. Im Herbst wird der tieraffine Wiener Martin Polaschek den Reptilienzoo übernehmen. Der Vorstandswechsel wurde am Freitag vorgestellt.
Der gebürtige Wiener Martin Polaschek führt in Forchtenstein im Burgenland einen Reptilienzoo, in Wien ein Tierheim und damit sei er prädestiniert, ihren Zoo in eine neue Zukunft zu führen, sagt Happ: „Sein Vater war der größte Reptilienhändler Österreichs und ich kenne ihn (Martin Polaschek, Anm.) daher schon seit der Kindheit. Ich weiß, dass er total reptilienaffin ist und dass ich den Zoo in keine besseren Hände legen kann. Ich bin sehr froh, dass ich jemanden gefunden habe, wo ich wirklich mit einem guten Gewissen sagen kann, den Tieren im Zoo wird es gut gehen.“
Neues Konzept für die Anlage
Polaschek erfüllt sich einen Kindheitstraum. Ende September erfolgt die offizielle Übergabe der Anlage, die er modernisieren möchte. Gehege sollen vergrößert und veraltete Elemente erneuert werden, während auch technologische Anpassungen und Personalumstrukturierungen geplant sind.
Die ersten Umbauarbeiten sind für Dezember geplant. Helga Happ wird sich aber nicht komplett zur Ruhe setzen. Bei Problemen mit und Fragen zu Reptilien bleibt sie Ansprechpartnerin für Behörden und Bevölkerung und sie wird auch weiterhin als Gerichtssachverständige arbeiten.