Traditionell bricht der Bierkonsum ab Temperaturen von 35 Grad ein. Um diesem Trend entgegenzuwirken, reagieren immer mehr Brauereien mit alkoholreduzierten und alkoholfreien Alternativen. Nikolaus Riegler ist Geschäftsführer der Brauerei Hirt: „Wir sind sowohl mit dem alkoholfreien Bier, mit dem klassischen Bier, aber auch dem alkoholreduzierteren Bier gewachsen und sind somit auch etwas markt- und branchengegenläufig unterwegs. Das freut uns sehr.“

Bewusstsein für Gesundheit ist gestiegen

Knapp 60 Prozent aller jährlich produzierten Getränke verkauft die Brauerei in den vier Sommermonaten Juni bis September, sagte Riegler. Ebenso wichtig sind die Sommermonate für die Drautaler Quellenbetriebe. Sie beliefern Supermärkte mit stillem und prickelndem Wasser. Der Sommer sei für knapp 70 Prozent des Gesamtjahresumsatzes verantwortlich, sagte Geschäftsführer Till Westberg.

Ein Faktor sei auch, dass immer mehr Menschen bei Hitze auf Alkohol verzichten, sagte Westberg: „Das Bewusstsein für die eigene Gesundheit ist gestiegen, stark gestiegen. Die Kärntnerinnen und Kärntner trinken wesentlich bewusster in den Sommermonaten. Der medizinische Rat, bei Hitze auf Alkohol zu verzichten, spiegelt sich auch in der Nachfrage wider.“

Zuckerfreie Getränke stärker nachgefragt

Aber nicht nur Getränke mit weniger Alkoholgehalt sind bei den hohen Temperaturen gesucht, auch Säfte mit weniger Zucker seien stärker nachgefragt als sonst, bestätigte der Millstätter Fruchtsaftanbieter APO. Dort herrscht derzeit Hochbetrieb, und das wird sich bis zum Herbst, wenn die Obsternte samt Saftproduktion beginnt, auch nicht so schnell ändern, hieß es.