Rund ein Dutzend Gemeindeangestellte arbeiten schon ab 6.00 Uhr in der Früh daran, den Ortskern herauszuputzen. Einer der Mitarbeiter ist der Gärtner Heribert Bierbaumer. Er arbeitet seit fünf Jahren in Velden: „Da muss man einfach dahinter sein. Du musst ein Herz haben für das und die Pflanzen, sonst schaffst du das nicht, dass es so ausschaut.“ Mit seinem Team ist Bierbaumer jeden Morgen etwa drei Stunden unterwegs.

Fotostrecke mit 11 Bildern

Hitzewellen mit Begrünung lindern

Zu den Afgaben gehören das Gießen, das Mähen, oder das Heckenschneiden, sagte Bierbaumer: „Das muss gemacht werden, damit alles sauber ist, auch die Parkanlagen und das Ganze.“ Gleichzeitig achten die Putzmänner von Velden darauf, dass die Straßen und Wege wieder ordentlich aussehen.

Die Gemeinde steckt jährlich einige zehntausend Euro in ihr Ortsbild, sagte die Bürgermeisterin Margit Heissenberger (SPÖ): „Blumenschmuck und Grün putzt eine Gemeinde auf und so werden wir auch in Zukunft versuchen Velden noch grüner zu machen. Weil es wird ja immer wärmer und darauf muss man natürlich als politische Vertretung der Gemeinde sehr achten.“

Velden wird für Gäste aufgeputzt

Über zwei Millionen Gäste kommen durchschnittlich im Sommer nach Kärnten. Damit sie auch im kommenden Jahr wieder kommen, stecken touristische Orte viel Zeit in ihr Erscheinungsbild und in die Vorbereitungsarbeiten für die Angebote am Tag. In Velden am Wörthersee beginn der Tag für manche Gemeindeangestellte schon um 6.00 Uhr in der Früh.

Gäste schätzen das Herausputzen der Gemeinde

Das Problem in der Hitze ist die Begießung, sagte Markus Kuntaritsch (FPÖ), der als Gemeindevorstand für die Ortsbildpflege zuständig ist: „Wir haben hauseigene Quellen und sind nicht am öffentlichen Wassernetz angeschlossen mit der Begießung. Und das ist natürlich schon eine Mega-Herausforderung aufgrund der Hitzewellen, die wir immer wieder haben.“

Für die Spaziergängerinnen und Spaziergänger gehört der Aufwand ab den Morgenstunden zu einem guten Tourismusort dazu. In Österreich sei man saubere Orte auch gewöhnt, hieß es. Man müsse auch dankbar für die Arbeit sein und für die Mitarbeiter, die das machen.

Cafés öffnen auch für frühe Schwimmer

Neben den Gemeindeangestellten bereiten sich auch die touristischen Betriebe auf den Tag vor. Wolfgang Winkler ist Besitzer des Strandclubs: „Wir fangen sehr früh an. Auch die Kellner. Viele Schwimmer kommen Kaffee trinken und die Wasserskifahrer. Und das geht dann Schlag auf Schlag bis zum Frühstück ab 8.00 Uhr.“

Christian Zingerle ist der Kapitän des Tankschiffs Carinthia, das in aller Früh aufgefüllt wird und dann ausläuft: „Da bin ich um 6.00 Uhr in der Marina, das ist nicht so schlimm. Wenn ein bisschen Ruhe ist, dann ist das auch fein. Und die Sonnenaufgänge gegen August hin werden immer schöner.“