7,5 Millionen Führerscheine sind bundesweit aktuell ausgestellt, geschätzte 2,5 Millionen davon existieren noch in Papierform. Zwei bis drei Wochen beträgt die aktuelle Wartezeit für einen Führerscheintermin in der Landespolizeidirektion Kärnten. Das sagte Martina Zimmermann, die stellvertretende Leiterin der Verwaltungsabteilung. Sie rechnet zukünftig mit einem stärkeren Andrang, besonders gegen Ende der Frist. Denn nicht nur die rosaroten Papierführerscheine, sondern auch ältere Scheckkarten, die vor dem 19. Jänner 2013 ausgestellt wurden, sind betroffen.
Gebühren dürften sich noch erhöhen
Zu lange solle auf den neuen Führerschein nicht gewartet werden, sagte Zimmermann: „Nicht nur jetzt, weil es dann erfahrungsgemäß immer zum Andrang kommt, wenn die Fristen ablaufen, sondern auch, weil die Duplikatausstellung derzeit 73 Euro kostet. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Kosten für die Duplikatausstellung verringern werden, sondern dass sich die Gebühren in nächster Zeit vermutlich noch erhöhen werden.“
Der Austausch geschehe schon jetzt laufend, sagte Zimmermann. Bei Verlusten oder Eintragsänderungen werde nämlich schon jetzt auf den Schein im Scheckkartenformat umgestellt. Bei der Landespolizeidirektion waren das im letzten Jahr immerhin 440 Scheine.
Bezirkshauptmannschaft: Mehr Personal nötig
Auch Thomas Urschitz von der Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt-Land rechnet mit einem Mehraufwand. Wie viele Führerscheine genau betroffen sind, könne er noch nicht sagen. Lange Wartezeiten seien aber vermeidbar, so der Fachgebietsleiter für Kraftfahrrecht: „Natürlich warten die meisten Leute eher zum Ende hin, ist klar, ist auch nachvollziehbar. Aber wenn eine ordnungsgemäße Personalausstattung sicher gestellt ist, dann ist dieser Andrang bewältigbar.“
Dafür brauche es eine temporäre Aufstockung des Personals, sagt Urschitz. Dem stehe derzeit jedoch der Spardruck von Seiten des Landes gegenüber.