Seit mehreren Tagen kämpfen Feuerwehren, Zivilschutz und Heer gegen zahlreiche Waldbrände in Oberitalien. Nach Angaben des Zivilschutzverbands der Region Friaul-Julisch-Venetien brennt es am Montag noch in gut 15 Waldabschnitten. Gegenüber dem ORF Kärnten hieß es, die Lage sei weiterhin kritisch. Teilweise könne aber bereits Entwarnung gegeben werden.

Wie mehrere lokale Medien berichten, gehe vom Feuer am Westufer des Gardasees keine Gefahr mehr aus. Auch der Brand bei Tolmezzo nahe der Kärntner Grenze sei unter Kontrolle. Drei Hubschrauber unterstützten dort die Löscharbeiten.

Hohe Temperaturen erschweren Einsätze

Unter Kontrolle sei inzwischen auch der Waldbrand im Karst zwischen Monfalcone und Duino. Der Koordinator der Zivilschutzgruppe von Duino Aurisina, Ivan Skerlavaj, sagte dem ORF Kärnten, es gebe dort „keine aktiven Flammen mehr“. Rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Zivilschutz sowie ein Hubschrauber seien weiter im Einsatz, um Glutnester zu löschen.

Die Lage bleibt wegen der Hitze angespannt. Für heute werden Temperaturen von bis zu 37 Grad erwartet. Gemeinsam mit leichtem Wind könnten sich bestehende Brandherde erneut entzünden oder ausbreiten.

Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

Auch Kärnten ist in die Maßnahmen eingebunden. Wie das Land Kärnten mitteilte, wird am Montag ein italienisches Löschflugzeug vom Typ Canadair Wasser am Weissensee aufnehmen. Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) verwies auf die Zusammenarbeit mit Italien. „Wir haben mit unserem Nachbarn Italien eine entsprechende Kooperationsvereinbarung“, teilte Fellner mit. Canadair-Löschflugzeuge hätten bereits bei früheren Einsätzen Wasser am Weissensee aufgenommen.

Kärnten wolle zudem die Zusammenarbeit mit Slowenien verstärken. Laut dem Land Kärnten hat Slowenien kürzlich vier Löschflugzeuge des Herstellers Air Tractor angeschafft. Ende Juli absolvierte ein slowenisches Löschflugzeug bereits einen ersten Erkundungsflug am Völkermarkter Stausee.