Die ARA Flugrettung hat ihren ersten Kärntner Hubschrauber RK1 im Jahr 2001 in Betrieb genommen. Das Rote Kreuz gründete den Dienst gemeinsam mit der DRF in Deutschland, einem der größten europäischen Luftrettungsdienste. Heute ist die ARA neben Fresach auch am Nassfeld sowie in Reutte in Tirol stationiert. Seit der Gründung wurden laut ARA mehr als 44.000 Einsätze geflogen. Allein am Sonntag wurde die Crew am Standort Fresach zu acht Einsätzen gerufen. Insgesamt verzeichnet der Standort dort fast 1.000 Einsätze pro Jahr. Vom jüngsten Stützpunkt am Nassfeld werden jährlich rund 200 Einsätze geflogen. Der Großteil betrifft Freizeit- und Sportunfälle, an zweiter Stelle stehen medizinische Notfälle.
ARA-Flugrettung 25 Jahre
Die ARA Flugrettung, die heute ihr 25-jähriges Bestehen feiert, hat seit ihrer Gründung durch das Rote Kreuz und den deutschen Luftrettungsdienst DRF im Jahr 2001 über 44.000 Einsätze durchgeführt. Die Hubschrauber sind in Kärnten und Tirol stationiert.
Mehr Einsätze in den Bergen
ARA-Geschäftsführer Thomas Jank sprach von einer weitgehend stabilen Gesamtlage bei den Einsatzzahlen. Gleichzeitig gäbe es aber Veränderungen bei den Einsatzarten und der saisonalen Verteilung. „Bei der Zahl der Einsätze kann man durchaus von einer gewissen Stabilität sprechen. Was wir aber schon merken, ist die Zunahme im Sommer, denn die Menschen zieht es nicht zuletzt aufgrund dieser Klimaveränderung immer mehr in die Berge. Das merkt man schon bei den Alpineinsätzen. Hier gibt es eine stetige Zunahme“, sagte Jank.
Das wirke sich auch finanziell aus, denn nicht nur öffentliche Kostenträger, wie etwa die Gesundheitskassen, übernehmen immer seltener die Einsatzkosten. „Es haben viele einen Versicherungsschutz, aber die Versicherungen sind auch nicht mehr bereit, jeden Unfall so ohne Weiteres zu zahlen. Und in Summe gesehen ist das sehr wohl ein Problem, das betrifft alle Flugrettungsbetreiber. Und diesem Problem werden wir uns stellen müssen“, sagte Jank. Dennoch solle die ARA weiter wachsen.
Digitalisierung bei Notarztprotokollen
Gleichzeitig investiert die Flugrettung nach eigenen Angaben in technische Neuerungen. Derzeit werden alle Hubschrauber der ARA mit Fünfblattrotoren ausgerüstet. Auch die Notarztprotokolle werden laut ARA vollständig digitalisiert. Künftig sollen Krankenhäuser bereits direkt vom Einsatzort oder aus dem Hubschrauber Informationen über den Zustand der Patientinnen und Patienten erhalten.